Corona-Notbrem­se statt froher Oster­bot­schaft: Vom 1. bis einschließ­lich 5. April soll das Leben weitge­hend herun­ter­ge­fah­ren werden. Doch welche Regeln gelten bei der Eiersuche?

BERLIN (dpa) — Die Corona­vi­rus-Infek­ti­ons­zah­len klettern. Bund und Länder warnen in ihren neuen Beschlüs­sen vor einer Überlas­tung des Gesund­heits­we­sens im April.

Kanzle­rin Angela Merkel (CDU) und die Minis­ter­prä­si­den­ten und Minis­ter­prä­si­den­tin­nen bitten die Bürger dringend, «alle Kontak­te auf das absolut notwen­di­ge Minimum zu beschrän­ken und insbe­son­de­re Zusam­men­künf­te in Innen­räu­men zu vermeiden».

Sofern keine abwei­chen­den Regelun­gen beschlos­sen wurden, gelten die bishe­ri­gen Vorga­ben weiter. Neuerun­gen sollen die Länder bis zum 29. März in ihre Verord­nun­gen überneh­men, sie gelten bis vorerst zum 18. April.

NOTBREMSE: Bund und Länder betonen, es sei notwen­dig, die Anfang März verein­bar­te «Notbrem­se» konse­quent anzuwen­den. Sie soll greifen, wenn die 7‑Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwoh­ner in einem Land oder einer Region an drei aufein­an­der­fol­gen­den Tagen über 100 Neuin­fek­tio­nen liegt. Dann gelten ab dem zweiten darauf­fol­gen­den Werktag wieder die Beschrän­kun­gen, die bis zum 7. März in Kraft waren. Weite­re Öffnun­gen soll es nur geben, wenn die 7‑Tage-Inzidenz unter 100 und stabil ist oder sinkt.

INZIDENZ ÜBER 100: In Landkrei­sen, wo die 7‑Tage-Inzidenz über 100 liegt, greifen härte­re Maßnah­men. Diese können so aussehen:

- Pflicht zum Tragen besser schüt­zen­der Masken im Auto für Mitfah­rer, die nicht zum Hausstand des Fahrers gehören

- Auswei­tung einer Schnell­test-Pflicht auf Berei­che, wo Abstands­re­geln und konse­quen­tes Masken­tra­gen erschwert sind

- Ausgangs­be­schrän­kun­gen

- verschärf­te Kontaktbeschränkungen

KONTAKTE: Es dürfen sich maximal fünf Perso­nen aus zwei Haushal­ten treffen. Paare sollen generell als ein Hausstand zählen. Kinder bis 14 Jahre zählen extra.

Das gilt laut aktuel­lem Beschluss auch für die Oster­zeit vom 1. bis zum 5. April. Die weiter­hin gelten­de Notbrem­se wird in diesem Abschnitt nicht erwähnt. Diese sieht für Regio­nen oder Länder mit einer 7‑Tage-Inzidenz von über 100 vor: Es dürfen sich nur ein Haushalt und eine weite­re Person treffen, Kinder bis 14 Jahre wieder ausgenommen.

OSTERN: In der Zeit vom 1. April (Gründon­ners­tag) bis zum 5. April (Oster­mon­tag) gilt ein Verbot von Ansamm­lun­gen im öffent­li­chen Raum. Geöff­ne­te Außen­gas­tro­no­mie wird geschlos­sen. Geschäf­te müssen ebenfalls geschlos­sen bleiben, nur der «Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del im engen Sinne» darf am Karsams­tag (3. April) öffnen. Religi­ons­ge­mein­schaf­ten werden gebeten, in dieser Zeit nur virtu­el­le Gottes­diens­te durch­zu­füh­ren. Impf- und Testzen­tren bleiben geöff­net. Eventu­el­le Öffnungs­schrit­te nach dem am 3. März verein­bar­ten Fahrplan sollen frühes­tens am 6. April greifen.

IMPFSCHUTZ: Das Robert Koch-Insti­tut soll bis zur nächs­ten Bund-Länder-Runde am 12. April einen Bericht dazu vorle­gen, ab welchem Zeitpunkt Geimpf­te «mit so hinrei­chen­der Sicher­heit nicht infek­ti­ös sind, dass eine Einbe­zie­hung in Testkon­zep­te mögli­cher­wei­se obsolet wird».

SCHNELL- UND SELBSTTESTS: So bald wie möglich sollen Beschäf­tig­te in Schulen und Kitas sowie Schüle­rin­nen und Schüler zwei Mal pro Woche getes­tet werden.

ÖFFNUNGEN IN MODELLPROJEKTEN: In «zeitlich befris­te­ten Modell­pro­jek­ten» dürfen