NEU-ULM – Mehrmals musste das Konzert verscho­ben werden, am Mittwoch klapp­tet es jetzt endlich mit einem genia­len und fast dreistün­di­gem Konzert. Der inzwi­schen 73-jähri­ge Peter Maffay nahm seine begeis­ter­ten Fans dabei in der ausver­kauf­ten Arena auf eine musika­li­sche Zeitrei­se mit vielen Statio­nen seiner über 50-jähri­gen Karrie­re mit.

Auf den großen Monito­ren gab es dazu auch eine bebil­der­te Reise zurück zu den Anfän­gen seiner über 50-jähri­gen Karrie­re. Passend zu den jewei­li­gen Songs wurden Videos von seinem verstor­be­nen Vater, vom Rocker Maffay auf der Harley gezeigt und er hatte auch keine Berüh­rungs­ängs­te mit zahlrei­chen Bravo-Titeln der Siebzi­ger oder Ausschnit­ten von Aufrit­ten bei Dieter-Thomas Heck in der „Hitpa­ra­de“. In seiner Karrie­re mit vielen musika­li­schen Statio­nen hat er es immer­hin auf beein­dru­cken­de 50 Millio­nen verkauf­te Tonträ­ger und über 20 Nummer 1‑Alben gebracht hat.

Maffay kann rockig, aber er nimmt sich auch bedeu­tungs­vol­len Themen an. Mit „Größer als wir” zeigte er eine ganz intime Seite von sich und bekann­te sich beein­dru­ckend zu Gott oder anderen höheren Mächten.

Mit seinem Song “Für immer jung” gab Peter Maffay dann sein State­ment ab, was er vom Thema Alter hält. “Es geht nicht um Jahre ‑es geht um Haltung und in 50 Jahren wieder­ho­len wir das alles hier”, so seine Ansage an das Publi­kum, dass natür­lich auch vielfach schon in seinem Alter war und dies mit tosen­dem Applaus goutier­te. Vielleich nicht in 50 Jahren, aber mindes­tens 10 Jahre traut man dem toppfit­ten Maffay auf jeden Fall noch auf der Bühne zu.

Auch der kleine grüne Drache „Tabalu­ga“, den Maffay vor fast 40 Jahren erschaf­fen hat, durfte natür­lich an so einem Abend nicht fehlen. Was Maffay gekonnt nutzte um mit den Songs “Elektri­zi­tät”, “König­reich der Liebe” und “Die Welt ist wunder­bar” auf die Themen Umwelt­schutz und die Kriege dieser Welt aufmerk­sam machte.

Im letzten Drittel des Abends starte­te Peter Maffay dann ein Feuer­werk durch seine „Greatest Hits“. Die genia­le Band, deren Mitglie­der wie Pascal Krave­tz, Bertram Engel, Ken Taylor und Carl Carlton zum Teil schon seit Jahrzehn­ten mit ihm zusam­men­ar­bei­tet, gab dazu den richti­gen Sound. Bei den Hits wie “Gelob­tes Land”, “Eiszeit”, “Du”, “Über sieben Brücken” und “Sonne in der Nacht” war das Publi­kum nicht mehr zu halten und sang fast jede Textzei­le mit.

Mit der Zugabe “Und es war Sommer” endete ein geiler Abend mit einem beein­dru­cken­den und genia­len Peter Maffay. Danke dafür!

Bilder: Oliver Hofmann