WOLFEGG — „Nach Rudolf Bindig und Matthi­as Weisheit gibt es endlich wieder ein SPD-Mandat im Wahlkreis Ravens­burg und Heike Engel­hardt ist die erste Frau, die dieses Amt für die SPD innehat!“ Bestens gestimmt zeigte sich der Biber­acher SPD-Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­te Martin Gerster beim Politi­schen Marti­ni der Genos­sen in Wolfegg. Der Erfolg bei der Bundes­tags­wahl sei eine Teamleis­tung gewesen. Man habe von einer geschlos­se­nen Partei, engagier­ten Mitglie­dern, einem guten Programm und einem starken Kanzler­kan­di­da­ten profi­tiert analy­siert Gerster. 

Der Biber­acher Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­te zeigte sich darüber hinaus sehr erfreut über die Ergeb­nis­se des Sondie­rungs­pa­pier und hob die 12 Euro Mindest­lohn sowie die siche­re Rente beson­ders hervor. Beides sei aufge­führt, für beides habe die SPD im Wahlkampf gewor­ben. Mit Blick auf die aktuel­len Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen begrüßt es Gerster, dass von den Arbeits­grup­pen nichts nach außen dringt: „Das schafft Vertrau­en für die Zusam­men­ar­beit in den kommen­den Jahren.“

Ihre ersten Eindrü­cke als Parla­men­ta­rie­rin schil­der­te die frisch­ge­ba­cke­ne Abgeord­ne­te Heike Engel­hardt. Neben der konsti­tu­ie­ren­den Sitzung empfand sie als beson­ders bewegend den Moment, als im Bundes­tag die belaru­si­sche Opposi­ti­ons­füh­re­rin Svetla­na Ticha­novs­ka­ya begrüßt wurde. Auf die aktuel­le politi­sche Lage in der Region und beson­ders der Diskus­si­on um Kranken­haus­stand­or­te angespro­chen, machte sie klar: „Die Kranken­häu­ser gehören als Teil der Daseins­vor­sor­ge in die öffent­li­che Hand. Wir brauchen im Kreis eine Versor­gungs­struk­tur, die flächen­de­ckend Akut- und Notfall­be­hand­lung garantiert.“

Zuvor hatte der Juso Kreis­vor­sit­zen­de Antonio Hertlein die Perspek­ti­ve junger Menschen einge­nom­men. Es sei notwen­dig, dass die kommen­de Bundes­re­gie­rung unter anderem eine Ausbil­dungs­platz­ga­ran­tie und ein Mietmo­ra­to­ri­um durch­set­ze. Dies schaf­fe insbe­son­de­re für junge Menschen besse­re Perspek­ti­ven und sei in einer Bundes­re­gie­rung unter der Führung der SPD und ohne Betei­li­gung von CDU/CSU möglich.

Rund 40 Genos­sin­nen und Genos­sen hatten sich bei der Veran­stal­tung des Kreis­ver­ban­des in der „Post“ in Wolfegg versam­melt. Beim tradi­tio­nel­len Marti­nies­sen, das sich an die Ausspra­che anschloss, wurde die Diskus­si­on engagiert weitergeführt.