ULM — Heute in der Kfz-Werkstatt, morgen in der Schrei­ne­rei und übermor­gen im Friseur­sa­lon: Ihre Ferien nutzen aktuell viele Schüle­rin­nen und Schüler dazu, verschie­de­ne Handwerks­be­ru­fe auszu­pro­bie­ren. Möglich machen das die landes­weit statt­fin­den­den Praktikumswochen. 

Jugend­li­che ab 15 Jahren können in den Pfingst- und Sommer­fe­ri­en ihre Berufs­ori­en­tie­rung selbst in die Hand nehmen. Sie schnup­pern einen Tag lang in einen Handwerks­be­trieb, arbei­ten mit und lernen Arbeits­ab­läu­fe kennen. In einer Woche entde­cken sie so bis zu fünf verschie­de­ne Ausbil­dungs­be­ru­fe. Dr. Tobias Mehlich, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Handwerks­kam­mer Ulm: „Nur wenn Jugend­li­che Berufe erfah­ren und spüren, können sie entschei­den, ob eine duale handwerk­li­che Ausbil­dung für sie das Richti­ge ist. Ich hoffe, wir können viele junge Menschen dafür gewin­nen in den Pfingst- und Sommer­fe­ri­en ein Prakti­kum zu machen und sich konstruk­tiv mit ihrer Zukunft zu beschäf­ti­gen. Die Karrie­re­chan­cen im Handwerk sind gut und gefüll­te Auftrags­bü­cher zeigen, dass unsere Handwerks­be­trie­be krisen­si­che­re Arbeit­ge­ber mit vielen Möglich­kei­ten sind.“

Im vergan­ge­nen Jahr haben rund 8.000 Schüle­rin­nen und Schüler im Kammerge­biet Ulm im Rahmen der Berufs­ori­en­tie­rung ein Handwerk kennen­ge­lernt. Die Pande­mie hat in den vergan­ge­nen beiden Jahren das Kennen­ler­nen zwischen Handwerks­be­trie­ben und jungen Menschen erschwert: Direk­te Kontak­te zum Ausbil­dungs­meis­ter wurden durch Corona abgeschnit­ten, Prakti­ka in Betrie­ben mit Bildungs­part­ner­schaf­ten verscho­ben, Treffen mit Ausbil­dungs­bot­schaf­tern in den Schul­klas­sen haben nur virtu­ell statt­ge­fun­den und Berufs­mes­sen wurden abgesagt. Umso wichti­ger sind nun die Prakti­kums­wo­chen. Aktuell haben die Handwerks­