PFORZHEIM (dpa) — Fernan­do Fasto­so hat die erste Luxus-Profes­sur in Deutsch­land inne und befasst sich mit dem, was sich Menschen gönnen. Dieser Tage wird das für viele immer weniger. Der Marke­ting­ex­per­te wagt eine Progno­se, wie lange die Defini­ti­on von Luxus verscho­ben bleibt.

Infol­ge steigen­der Energie­kos­ten und der Infla­ti­on werden nach Einschät­zung eines Exper­ten für die meisten Menschen Dinge nun zu Luxus, die früher selbst­ver­ständ­lich waren. «Sonder­aus­ga­ben wie Reisen — und gar Restau­rant­be­su­che oder der Handy­up­grade — werden für viele Menschen zum Außer­ge­wöhn­li­chen — und somit zum Luxus», sagte Fernan­do Fasto­so, Luxus­mar­ken-Exper­te an der Hochschu­le Pforz­heim, der Deutschen Presse-Agentur.

«Luxus bleibt der Konsum von hochprei­si­gen Produk­ten zu Geltungs- oder Genuss­zwe­cken — abhän­gig von der eigenen Einstel­lung dazu», sagte der Profes­sor. Jenseits von Produk­ten sei Luxus außer­ge­wöhn­li­cher Genuss. Die steigen­den Lebens­hal­tungs­kos­ten würden die Grenze dessen, was außer­ge­wöhn­lich sei, sicher verschieben.

Die steigen­de Infla­ti­on werde die Luxus­nach­fra­ge vor allem bei der Mittel­schicht beein­träch­ti­gen, die Luxus zu beson­de­ren Anläs­sen konsu­mie­re, prognos­ti­zier­te Fasto­so,