LONDON/MÜNCHEN (dpa) — Nach fast 40 Jahren melde­te sich Abba zurück. Mit ihren Plänen für ein nächs­tes Konzert könnten sie einen neuen Trend setzen, schätzt ein Experte.

Konzer­te mit Hologram­men auf der Bühne statt echten Künst­lern könnten nach Ansicht des Abba-Promo­ters Thomas Johans­son zu einem Trend werden. Das sagte der 73-Jähri­ge langjäh­ri­ge Beglei­ter der schwe­di­schen Band der «Süddeut­schen Zeitung».

Die vier Abba-Mitglie­der hatten in der vergan­ge­nen Woche ihre ersten neuen Songs seit knapp 40 Jahren veröf­fent­licht und Pläne für ein Konzert­er­leb­nis in London mit virtu­el­len Abbil­dern präsen­tiert. Die Band setze damit «einen wichti­gen Trend», befand Johansson.

Die ab dem kommen­den Mai geplan­ten Konzer­te in einem eigens dafür gebau­ten Gebäu­de auf dem ehema­li­gen Olympia-Gelän­de in London werden ein Erleb­nis zwischen Musical und Liveshow in Las Vegas bieten, sagte Johans­son. Mit den als «Abbata­ren» bezeich­ne­ten virtu­el­len Abbil­dern habe die Band «eine völlig neue Form erfun­den, wie Live-Perfor­man­ces ausse­hen können», so der Promo­ter weiter. Anders als bei bishe­ri­gen Konzer­ten mit Hologram­men von — meist bereits gestor­be­nen — Künst­lern bewegen sich die Abbata­re nach dem Vorbild eines vorab im Studio aufge­nom­me­nen Konzerts der echten Abba-Mitglie­der. Die Musik wird von einer Live-Band gespielt.

Die beiden neuen Abba-Songs «I Still Have Faith In You» und «Don’t Shut Me Down» sind unter­des­sen nach Angaben der Official Charts Compa­ny (OCC) in Großbri­tan­ni­en auf Kurs, in die Top Ten der Single-Charts zu stürmen.