MOSKAU (dpa) — Und noch ein Deepfake-Video — diesmal mit Kanzler Scholz zum Thema Gaslie­fe­run­gen. «Er sagt die richti­gen Dinge», kommen­tiert Kreml­chef Putin das gefälsch­te Video.

Der russi­sche Präsi­dent Wladi­mir Putin hat sich Möglich­kei­ten von Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) anhand einer gefälsch­ten Rede von Bundes­kanz­ler Olaf Scholz vorfüh­ren lassen.

Die staat­li­che Nachrich­ten­agen­tur Ria veröf­fent­lich­te ein kurzes Video, wie der Kreml­chef sich in Moskau den angeb­li­chen Auftritt des SPD-Politi­kers anschaut.

Bei diesem sogenann­ten Deepfake legten die russi­schen Program­mie­rer Scholz erst ameri­ka­kri­ti­sche Worte aus dem belieb­ten russi­schen Action­film «Bruder 2» in den Mund. Dann lassen sie ihn sagen: «Wir wollten das russi­sche Gas aufge­ben. Aber um es mit den Worten eines russi­schen Klassi­kers zu sagen: Wir wollten das Beste, aber es kam wie immer.» Dieses geflü­gel­te Wort stammt von dem frühe­ren russi­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Viktor Tscher­no­myr­din (1938–2010).

«Er sagt die richti­gen Dinge», kommen­tier­te Putin das gefälsch­te Scholz-Video. Die Rede sei inhalts­reich und tiefsin­nig gewesen. Seit Russland vor neun Monaten in das Nachbar­land Ukrai­ne einmar­schiert ist, versucht Deutsch­land sich aus der Abhän­gig­keit von russi­schem Erdgas zu lösen.