BIBERACH — Privat­do­zen­tin Dr. Korne­lia Kreiser wird ab 1. Januar 2021 neue Chefärz­tin der Neuro­ra­dio­lo­gie und Radio­lo­gie am RKU. In dieser Funkti­on wird PD Dr. Kreiser auch die radio­lo­gi­sche Abtei­lung im Sana Klini­kum Biber­ach leiten. Sie übernimmt damit an beiden Stand­or­ten die Nachfol­ge von Prof. Dr. Micha­el Schocke, der sich Ende des Jahres einer neuen beruf­li­chen Heraus­for­de­rung stellen wird.

Die radio­lo­gi­sche Abtei­lung am Sana Klini­kum Biber­ach, die bereits seit mehre­ren Jahren in Koope­ra­ti­on mit den Univer­si­täts- und Rehabi­li­ta­ti­ons­kli­ni­ken Ulm (RKU) betrie­ben wird, bildet ein breites Spektrum der moder­nen diagnos­ti­schen und inter­ven­tio­nel­len Radio­lo­gie ab und bietet durch hochauf­lö­sen­de bildge­ben­de Unter­su­chungs­ver­fah­ren exakte Diagno­se- und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten. Unter der Leitung von Prof. Dr. Schocke konnte das radio­lo­gi­sche Spektrum in vergan­ge­nen Jahren konti­nu­ier­lich weiter­ent­wi­ckelt und um neue Techni­ken ergänzt werden, dazu zählen unter anderem die angio­gra­phi­sche Emboli­sa­ti­on von Tumoren und Blutun­gen, die Implan­ta­ti­on von flexi­blen Stents und Endopro­the­sen in periphe­ren – sprich herzfer­nen – Arteri­en, der Ausbau der CT-gesteu­er­ten Punktio­nen sowie die multi­pa­ra­me­tri­sche Prosta­ta-MRT (Fusions­bi­op­sie).

Diese erfolg­rei­che radio­lo­gi­sche Zusam­men­ar­beit mit den Univer­si­täts- und Rehabi­li­ta­ti­ons­kli­ni­ken wird auch nach dem Ausschei­den von Prof. Dr. Schocke fortge­setzt. So wird Privat­do­zen­tin Dr. Korne­lia Kreiser ab 1. Januar 2021 die Chefarzt­po­si­ti­on in der Neuro­ra­dio­lo­gie am RKU überneh­men und in dieser Funkti­on auch die radio­lo­gi­sche Abtei­lung im Biber­acher Sana Klini­kum ärztlich leiten. Kreiser war bisher als geschäfts­füh­ren­de Oberärz­tin der Abtei­lung Neuro­ra­dio­lo­gie am Klini­kum rechts der Isar der TU München tätig. Sie ist Fachärz­tin für Radio­lo­gie und besitzt die Zerti­fi­zie­rung für inter­ven­tio­nel­le Radiologie/Neuroradiologie der DeGIR/DGNR-Stufe 2. Im Zentrum ihrer Forschungs­ar­beit stehen Kathe­ter-basier­te Thera­pien bei Erkran­kun­gen der Hirngefäße.

Einer ihrer Schwer­punk­te als neue Leite­rin der Radio­lo­gie wird für PD Dr. Kreiser die Versor­gung von Patien­ten mit akuten Schlag­an­fäl­len sein. Hierbei gibt es zum einen das Verfah­ren der Throm­bek­to­mie, wobei Blutge­rinn­sel aus einem Gefäß entfernt werden; zum anderen werden auch vermehrt präven­ti­ve Eingrif­fe durch­ge­führt, indem mit einem Kathe­ter durch die Halsschlag­ader Gefäß­stüt­zen angelegt und mit einem Ballon gewei­tet werden. „Hierbei wird sich die deutsch­land­wei­te Entwick­lung der letzten Jahre fortset­zen und ein deutli­cher Anstieg der Patien­ten­zah­len zu erwar­ten sein“, erklärt PD Dr. Kreiser. Als persön­li­chen Schwer­punkt möchte die neue Ärztli­che Leite­rin unter anderem die inter­ven­tio­nel­le Ausbil­dung ihrer Mitar­bei­ter weiter voran­brin­gen und die Möglich­kei­ten der Schnitt­bild­dia­gnos­tik ausbau­en. „Dann sind viele Unter­su­chun­gen nicht nur schnel­ler — also für den Patien­ten angeneh­mer — durch­führ­bar, sondern oft auch ohne Kontrast­mit­tel und in einer viel höheren Auflö­sung möglich.“

Unt