LEUTKIRCH – „Zu viele gehen einfach über mich hinweg“ prangt in grellen Lettern am Boden. Gemeint ist Rassis­mus. Im Rahmen der Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Rassis­mus sind die auffäl­li­gen Boden­auf­kle­ber in ganz Deutsch­land zu sehen. In Leutkirch sind in der Markt­stra­ße und vor dem Rewe-Markt in den Bahnhofs­ar­ka­den welche angebracht.

„Rassis­mus fängt mit Vorur­tei­len an“ sagt Maria Hönig von „Demokra­tie leben!“. „Und irgend­wel­che Vorur­tei­le hat jeder“ ergänzt Maria Söllner, die Integra­ti­ons­be­auf­trag­te der Stadt Leutkirch. Entschei­dend sei, dass man sie sich bewusst mache – denn nur dann könne man sie überwinden.

Rassis­mus ist eine Ideolo­gie, die Menschen aufgrund ihres Äußeren, ihres Namens, ihrer (vermeint­li­chen) Kultur, Herkunft oder Religi­on abwer­tet. Wenn Menschen nicht nach ihren indivi­du­el­len Fähig­kei­ten und Eigen­schaf­ten oder danach, was sie persön­lich tun, sondern als Teil einer vermeint­lich homoge­nen Gruppe beurteilt und abgewer­tet werden, dann ist das Rassismus.

Die Aktions­wo­chen sind dazu da, das persön­li­che sich-bewusst-machen anzure­gen und über die struk­tu­rel­len Auswir­kun­gen von Rassis­mus zu sprechen. Über 500 Veran­stal­tun­gen in den teilneh­men­den Städten und Gemein­den geben dazu Gelegen­heit. In diesem Jahr finden sie vor allem online statt. Söllner hat einige beso