Ravens­burg — „Ravens­burg – Wir handeln fair“ – unter diesem Motto haben sich Stadt­ver­wal­tung, Wifo und das Fair Trade-Unter­neh­men WeltPart­ner zusam­men­ge­tan und einen Bio-Kaffee aus Fairem Handel entwickelt.

Der Faire Handel gewinnt zuneh­mend an Bedeu­tung in unserer Gesell­schaft. Viele der globa­len sozia­len und ökolo­gi­schen Heraus­for­de­run­gen stehen in Zusam­men­hang mit unserem Konsum-verhal­ten. In Ravens­burg setzen sich deswe­gen viele Akteu­re seit Jahren erfolg­reich für den Fairen Handel ein und möchten einen Wandel bewir­ken. Als Zwischen­ziel wurde Ravens­burg bereits 2012 als „Fairtra­de-Town“ aus-gezeich­net, 2019 wurde der Titel zum dritten Mal um weite­re zwei Jahre verlän­gert. Mit der Ravens­bur­ger Welt-Partner eG, einem der führen­den Fair Trade-Unter­neh­men in Deutsch­land haben sich die Stadt­ver­wal­tung und Wifo jetzt zusam­men­ge­tan und mit Unter­stüt­zung des „d‑werks“ den „Ravens­bur­ger Turmkaf­fee“ entwi­ckelt. Als konse­quen­ter Schritt wird der Kaffee in hochwer­ti­ger Fair Trade & Bio-Quali­tät bereits seit Wochen in den Büros der Stadt­ver­wal­tung ausge­schenkt – nun ist dieser beson­de­re Kaffee, der bewusst in blau-weiß und mit der modern angedeu­te­ten Silhou­et­te des Mehlsacks gestal­tet wurde, auch im Handel erhältlich.

Der „Ravens­bur­ger Turmkaf­fee“ hat seinen Ursprung im Anden-Hochland im Norden von Peru und wird dort von einer Genos­sen­schaft, bestehend aus Klein­bau­ern­fa­mi­li­en angebaut. In dem hoch gelege­nen Anbau­ge­biet (1.000 — 1.700m) wachsen die Kaffee­pflan­zen in Misch­kul­tu­ren mit Frucht- und Schat­ten­bäu­men. Diese Bäume werden nach 10 Jahren nach den Prinzi­pi­en der nachhal­ti­gen Forst­wirt­schaft dem Wald entnom­men und zu Holz verar­bei­tet. Dadurch wird das Einkom­men der Klein­bau­ern­fa­mi­li­en gestei­gert und durch die Diver­si­fi­zie­rung stabi­ler. Für ihre edlen, reinen Arabi­ca-Kaffee­boh­nen erhal­ten die Genos­sen­schafts­mit­glie­der vom Kaffee-Impor­teur WeltPart­ner faire Preise sowie regel­mä­ßi­ge Vorfi­nan­zie­rungs­zah­lun­gen. Damit können sie ihr Famili­en-Einkom­men dauer­haft verbes­sern und schaf­fen den Ausweg aus der vorherr­schen­den Armut in der perua­ni­schen Region. „Ein solches Erfolgs­mo­dell mit einer eigenen Kaffee-Kreati­on zu unter­stüt­zen, passt perfekt zu den Zielen der Fairtra­de-Town Ravens­burg und sicher werden viele Ravens­bur­ge­rin­nen und Ravens­bur­ger unsere gemein­sa­me Fair Trade-Idee mit dem Kauf und Genuss des Ravens­bur­ger Turmkaf­fees unter­stüt­zen“, ist sich Wirtschafts­för­de­rer Andre­as Senghas sicher. 

Doch der Faire Handel endet beim Ravens­bur­ger Turmkaf­fee nicht am Hambur­ger Hafen, sondern geht weiter bis nach Ravens­burg. Seit 1996 besteht zwischen WeltPart­ner und der Bruder­haus­Dia­ko­nie eine beispiel­lo­se Koope­ra­ti­on. Die gemein­nüt­zi­ge Stiftung macht Teilha­be möglich: für alte Menschen, für junge Menschen mit Benach­tei­li­gun­gen, für Menschen mit Behin­de­run­gen und psychi­schen Erkran­kun­gen. WeltPart­ner beschäf­tigt mit den vielfäl­ti­gen Aufträ­gen bei der Bruder­haus­Dia­ko­nie in Ravens­burg regel­mä­ßig 50 Menschen mit psychi­schen Beein­träch­ti­gun­gen. Sie überneh­men Dienst­leis­tun­gen in den Berei­chen Abfül­lung, Verpa­ckung und Etiket­tie­rung der Produk­te. Auch der Ravens­bur­ger Turmkaf­fee wird von den Beschäf­tig­ten sorgsam von Hand etikettiert.

Und auch die Nachhal­tig­keit spielt beim Turmkaf­fee eine wichti­ge Rolle: Die Kaffee-Tüten enthal­ten bewusst keine Alumi­ni­um­schicht, bieten aber dennoch vollen Aroma­schutz. Der Versand des Kaffees an alle Büros der Stadt­ver­wal-tung Ravens­burg erfolgt CO2-neutral. Seit Freitag, 26.11. steht der Ravens-burger Turmkaf­fee zum Verkauf: im Weltla­den Ravens­burg, der Tourist Infor­ma­ti­on, bei Charlie’s — Coffee, Food & Wine, im Viktua­li­en­MARKT und bei Trend Reisch­mann – weite­re Ver-kaufs­stel­len in u