BERLIN (dpa) — Seit länge­rem wurde der rechts­ra­di­ka­le Verschwö­rungs­er­zäh­ler per Haftbe­fehl gesucht. Nun haben ihn offen­bar Hobby-Detek­ti­ve und Repor­ter ausfin­dig gemacht — rund 100 Kilome­ter östlich von Istanbul.

Der mit Haftbe­fehl gesuch­te rechts­ra­di­ka­le Verschwö­rungs­er­zäh­ler Attila Hildmann ist nach einem Medien­be­richt in der Türkei aufge­spürt worden. Nach monate­lan­gen Recher­chen hätten eine Gruppe von Hobby-Detek­ti­ven sowie Repor­ter der Zeitschrift «Stern» Hildmann in der Stadt Karte­pe, rund 100 Kilome­ter östlich von Istan­bul, gefun­den und mit ihm gespro­chen, heißt es in dem Bericht der Zeitschrift. Ein Video zeigte die Begegnung.

Der Anfüh­rer der Hobby-Ermitt­ler habe nach der Begeg­nung sofort das deutsche General­kon­su­lat in Istan­bul infor­miert und der Bundes­po­li­zei Hildmanns Adres­se und das Nummern­schild seines Autos mitge­teilt, so der «Stern».

Kein türki­scher Staatsbürger

Die Berli­ner Staats­an­walt­schaft wollte sich gestern zu dem Fall nicht äußern. Kürzlich war bekannt gewor­den, dass Hildmann nur die deutsche Staats­bür­ger­schaft besitzt. Die Berli­ner Staats­an­walt­schaft hatte lange angenom­men, er habe auch die türki­sche Staats­bür­ger­schaft und werde deswe­gen nicht ausge­lie­fert. Seit April sei der tatsäch­li­che Status von Hildmann bekannt, die Fahndung wegen des inter­na­tio­na­len Haftbe­fehls sei erwei­tert worden, hieß es kürzlich von der Staatsanwaltschaft.

In dem Film von der Begeg­nung von Repor­te­rin­nen und Recher­cheu­ren mit Hildmann in «Stern TV» sagte