TÜBINGEN — Der bishe­ri­ge Leiter des Referats „Natur­schutz und Landschafts­pfle­ge“ Dr. Burkhard Schall wurde Ende März in den Ruhestand verab­schie­det. Seine Nachfol­ge hat zum 1. April Stefan Schwab übernom­men. Schall war seit 2015 Referats­lei­ter im Regie­rungs­prä­si­di­um Tübin­gen, Schwab sein Stellvertreter. 

Bei der Verab­schie­dung dankte Regie­rungs­prä­si­dent Klaus Tappe­ser dem „haupt­amt­li­chen Natur­schüt­zer“ für sein sehr erfolg­rei­ches Wirken im Natur- und Arten­schutz. „Dr. Burkhard Schall hat sich zahlrei­che Verdiens­te um unser kostba­res Gut ‚Natur‘ erwor­ben. Insbe­son­de­re im Biotop­schutz, im Moorschutz und bei der Einrich­tung des Netzes Natura 2000 und dessen Manage­ment hat Dr. Schall an wichti­gen Weichen­stel­lun­gen mitgewirkt.“

Dr. Burkhard Schall studier­te an den Univer­si­tä­ten Ulm, Kiel und Tübin­gen und promo­vier­te an der Uni in Freiburg im Breis­gau. Im Anschluss an seine Promo­ti­on über die Vegeta­ti­on an Waldweg­rän­dern arbei­te­te er zunächst an der Landes­an­stalt für Umwelt­schutz. 1993 wechsel­te er zur damali­gen Bezirks­stel­le für Natur­schutz und Landschafts­pfle­ge, welche 2005 in ein Referat beim Regie­rungs­prä­si­di­um Tübin­gen überging. Über 20 Jahre war er als Gebiets­re­fe­rent für den Landkreis Ravens­burg verant­wort­lich. 2015 übernahm der promo­vier­te Biolo­ge die Referats­lei­tung „Natur­schutz und Landschaftspflege“.

Die Nachfol­ge von Dr. Burkhard Schall tritt Stefan Schwab zum 1. April an. „Mit ihm haben wir nicht nur einen sehr engagier­ten und motivier­ten Kolle­gen, sondern auch einen ausge­spro­che­nen Exper­ten im Bereich der Landes­pfle­ge, der Natur­schutz­för­de­rung, der Eingriffs­re­ge­lung und des Moorschut­zes gefun­den. Durch seine bishe­ri­ge Tätig­keit als stell­ver­tre­ten­der Referats­lei­ter kann er nahtlos die Arbeit für den Erhalt unserer Natur- und Kultur­land­schaft weiter­füh­ren“, so Regie­rungs­prä­si­dent Klaus Tappeser. 

Stefan Schwab studier­te an der Univer­si­tät Freiburg Forst­wis­sen­schaf­ten und betrach­te­te in seiner Diplom­ar­beit die massi­ven Waldschä­den in den 1980er Jahren, in Wäldern des heuti­gen Natio­nal­parks Nordschwarz­wald. Nach dem Referen­da­ri­at begann sein Berufs­weg in der forst­li­chen Stand­orts­kun­de im Mittle­ren Schwarz­wald. 1990 wechsel­te er zur Bezirks­stel­le für Natur­schutz und Landschafts­pfle­ge in Tübin­gen. Zunächst war er für die Erstel­lung von Pflege- und Entwick­lungs­plä­nen für Natur­schutz­ge­bie­te und seit 1996 als Gebiets­re­fe­rent für den Landkreis Biber­ach zustän­dig. In dieser Zeit erfolg­te die Auswei­sung mehre­rer Natur­schutz­ge­bie­te auf der Schwä­bi­schen Alb, im Donau­tal und im Feder­see­ried. Im Feder­see­ried konnten zudem in zwei Großpro­jek­ten aus Mitteln der Europäi­schen Union und des Landes großflä­chi­ge Revita­li­sie­rungs­maß­nah­men zur Wieder­ver­näs­sung des Moores abgeschlos­sen werden. Seit 2005 leite­te er das Sachge­biet Landes­pfle­ge, seit 2016 war er stell­ver­tre­ten­der Referatsleiter.