Viele Tages­tou­ris­ten zieht es auch im Lockdown in die Alpen. Die Polizei rüstet sich zum Jahres­wech­sel für weite­ren Ausflugs­ver­kehr. Ein Landrat einer betrof­fe­nen Region hofft gar auf Hilfe der Staats­re­gie­rung. Doch ein Wander­ver­bot wird es nicht geben.

Nach dem Andrang von Tages­aus­flüg­lern um Weihnach­ten will die bayeri­sche Polizei in den Alpen­re­gio­nen zum Jahres­wech­sel verstärkt kontrol­lie­ren. Die Polizei­prä­si­di­en Oberbay­ern Süd und Schwa­ben Süd/West kündig­ten an, in belieb­ten Ausflugs­re­gio­nen mehr Präsenz zu zeigen und Parkver­bo­te zu kontrol­lie­ren. Zudem wurden Ausflüg­ler aufge­for­dert, Fahrten in viel besuch­te Gebie­te zu überden­ken. Aller­dings: Ein Wander­ver­bot wird es nicht geben.

Beson­ders betrof­fen ist nach Angaben der Polizei die Gegend um Spitzing- und Schlier­see in Oberbay­ern. Dort seien öffent­li­che Parkplät­ze in den letzten Tagen oft schon am frühen Vormit­tag belegt gewesen, auf den Zufahrts­stra­ßen würden sich kilome­ter­lan­ge Staus bilden. Zudem hätten Besucher in verbo­te­nen Berei­chen geparkt.

«Das ist aber nicht so außer­ge­wöhn­lich», sagte ein Polizei­spre­cher. «Es gab erheb­li­chen Ausflugs­ver­kehr — wie an allen anderen Wochen­en­den auch.» Dennoch forder­te die Polizei dazu auf, jede Fahrt in das Gebiet zu überden­ken: «Wägen Sie vor Fahrt­an­tritt bitte gründ­lich ab, ob Sie für Ihren Ausflug unbedingt Ihren Wohnort verlas­sen müssen!»

Im Lockdown sind alle Skige­bie­te in Bayern geschlos­sen. Doch viele Menschen gehen mit Schlit­ten und Touren­ski in die Berge.

Der Miesba­cher Landrat Olaf von Löwis (CSU) forder­te Ausflüg­ler auf, zu Hause zu bleiben: «Seien Sie verant­wor­tungs­voll den Landkrei­sen an der Alpen­ket­te und deren Bewoh­nern gegen­über!» Zuvor hatte er wegen des Andrangs von Tages­aus­flü