Der Blick auf die Infek­ti­ons­zah­len «besorgt» RKI-Chef Wieler sehr. Die dritte Welle habe schon begon­nen: «Wir haben ganz klare Anzei­chen dafür».

GENF (dpa) — Ein Jahr nach der Erklä­rung einer Pande­mie durch die Weltge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) hat in Deutsch­land nach Überzeu­gung des Robert-Koch-Insti­tuts die dritte Corona-Welle begonnen.

«Wir haben ganz klare Anzei­chen dafür: In Deutsch­land hat die dritte Welle schon begon­nen», sagte RKI-Präsi­dent Lothar Wieler im Gespräch mit der UN-Journa­lis­ten­ver­ei­ni­gung (ACANU) in Genf. «Ich bin sehr besorgt.» Die strik­te Anwen­dung von Schutz­maß­nah­men wie Maske tragen und Abstand halten sei trotz Impfun­gen weiter dringend nötig.

Die Impfkam­pa­gne sei ein Wettlauf gegen das mutie­ren­de Virus. Die Zielli­nie sei aber in Sicht: Wenn es keine Unter­bre­chun­gen wegen Produk­ti­ons­aus­fäl­len oder aus anderen Gründen gebe, könnten bis Herbst 80 Prozent der Bevöl­ke­rung immun gegen das Virus seien. «Wenn das der Fall ist, können alle Maßnah­men aufge­ho­ben werden», sagte Wieler. Er geht davon aus, dass nach den ersten Impfrun­den Auffri­schun­gen nötig sind — in welchen Abstän­den, sei bislang unklar.

Die WHO hatte den Ausbruch des Corona