BIBERACH — Mit dem neuen Zentral­kran­ken­haus wurde auf dem Gesund­heits­cam­pus am Hauder­bo­schen ein Klini­kum in Betrieb genom­men, welches neben profes­sio­nel­ler Medizin und Pflege Patien­ten und Mitar­bei­tern nun auch die passen­de Infra­struk­tur und den entspre­chen­den Komfort bietet. Hierfür inves­tier­te die Sana Klini­ken Landkreis Biber­ach GmbH unter anderem in einen hochtech­ni­sier­ten Geräte­park sowie neue Kranken­haus­mö­bel. Damit stellt sich jedoch die Frage: Was passier­te mit dem bishe­ri­gen Kranken­haus­in­ven­tar, welches vor Ort nicht mehr benötigt wurde? 

Der Honorar­kon­sul für Namibia in Baden-Württem­berg, Prof. Dr. Andre­as Stauda­cher, hatte hier die zünden­de Idee, stell­te sodann den Kontakt zwischen dem Klinik­be­trei­ber und dem Verein Support Ulm e.V. her und eröff­ne­te damit die Möglich­keit einer sinnvol­len Nutzung des nicht mehr benötig­ten Klinik­in­ven­tars. Support Ulm e.V. führt zahlrei­che medizi­ni­sche Hilfs­pro­jek­te in unter­schied­li­chen Ländern durch und war damit der passen­de Partner für das Vorha­ben. Die Spende aus Biber­ach kam dabei wie gerufen, gibt es aktuell doch, unter anderem aufgrund der anhal­ten­den Corona-Pande­mie, einen erhöh­ten Bedarf an Unter­stüt­zung und Spenden. Und so wurden insge­samt 69 vollstän­dig ausge­stat­te­te Kranken­haus­bet­ten, ein Beatmungs­ge­rät, ein Narko­se­ge­rät, ein mobiles Röntgen­ge­rät sowie zahlrei­che weite­re gut erhal­te­ne und voll funkti­ons­fä­hi­ge Medizin­ge­rä­te aus dem Inven­tar des alten Klinik­ge­bäu­des in zwei Schiffs-Contai­nern auf den Weg ins afrika­ni­sche Namibia gebracht.

Der Verein Support Ulm e.V., der über einen Koope­ra­ti­ons­ver­trag mit der namibi­schen Regie­rung verfügt, finan­zier­te und organi­sier­te mit Unter­stüt­zung des Logis­tik­teams der Firma Schwenk Zement sowie der Spedi­ti­on Stöhr den Trans­port. Über 10.000 Kilome­ter hat die Liefe­rung aus Biber­ach dabei zu Land und zu Wasser zurück­ge­legt. Nun sind die Hilfs­gü­ter in Afrika angekom­men und konnten Ende Januar vor Ort in Zusam­men­ar­beit mit dem namibi­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um an die Einrich­tun­gen mit dem größten Bedarf weiter­ge­lei­tet werden. „Namibia wurde durch Corona hart getrof­fen. Zum einen ist in Folge der Pande­mie der Touris­mus, eine der wichtigs­ten Einnah­me­quel­len, stark zurück­ge­gan­gen. Zum anderen verfügt das Land nur über begrenz­te medizi­ni­sche Ressourcen.

Es fehlt nicht nur an medizi­ni­schem Fachper­so­nal, es fehlt vor allem auch an der Ausstat­tung. Gerade die Kranken­haus­bet­ten leisten einen wichti­gen Beitrag zur Entlas­tung des dorti­gen Gesund­heits­we­sens. Die Freude über die Liefe­rung aus Biber­ach war daher riesig“, erklärt Prof. Dr. Heinz Maier, Vorsit­zen­der des Vereins