BERLIN — Der Deutsche Bundes­tag beschließt heute mit dem Arbeits­schutzkontrollgesetz den besse­ren Schutz von Beschäf­tig­ten in der Fleischindustrie.

„Dafür verän­dern wir das ganze Geschäfts­mo­dell derje­ni­gen Betrie­be, die in der Vergan­gen­heit immer wieder durch die unerträg­li­che Behand­lung ihrer Beschäf­tig­ten aufge­fal­len sind. Unbezahl­te Überstun­den, überteu­er­te und schlech­te Unter­künf­te, mangeln­de Hygie­ne, unrecht­mä­ßi­ge Anrech­nung von Arbeits­ma­te­ri­al und Verstö­ße gegen das Arbeits­zeit- und Mindest­lohn­ge­setz gehören damit der Vergan­gen­heit an.“, so Biber­achs Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­ter, Martin Gerster (SPD).

Um die organi­sier­te Verant­wor­tungs­lo­sig­keit in der Fleisch­industrie zu durch­bre­chen verpflich­ten wir die Unter­neh­men in ihrem Kernbe­reich nur noch mit eigenen Beschäf­tig­ten tätig zu werden. Werkver­trä­ge und Leihar­beit werden dort verbo­ten.[1] „So kann die Verant­wor­tung für die Einhal­tung des Arbeits­schut­zes und die Zustän­de in den Fabri­ken nicht länger verwischt werden. Sie liegt nun eindeu­tig allein bei den Inhabern der Fleisch­fa­bri­ken, die sich nicht mehr hinter Sub-Unter­neh­mer-Ketten verste­cken können.“, so Gerster.

Das Gesetz wird außer­dem mit einheit­li­chen Kontroll­stan­dards, einer Mindest­be­sich­ti­gungs­quo­t