SIGMARINGEN — Wegen Verdachts der schwe­ren Brand­stif­tung ermit­telt die Krimi­nal­po­li­zei gegen einen 18-jähri­gen Asylbe­wer­ber, der in der Nacht zum Diens­tag gegen 00.15 Uhr von Beamten des Polizei­re­viers vorläu­fig festge­nom­men wurde.

Kurz nach Mitter­nacht hatte ein Mitar­bei­ter der Landes­erst­auf­nah­me­stel­le in einem dreistö­cki­gen Gebäu­de Brand­ge­ruch und Rauch wahrge­nom­men, der aus einem Zimmer im Erdge­schoss drang. Zusam­men mit weite­ren Beschäf­tig­ten öffne­te er die Tür, wozu ein größe­rer Kraft­auf­wand nötig war, weil der 18-jähri­ge Bewoh­ner einen Tisch dagegen gestellt hatte.

Im Zimmer stießen sie auf ein offenes Feuer auf dem Holzpar­kett­bo­den, dessen Flammen sie jedoch mit Wasser rasch löschen konnten. Nach dem Öffnen der Fenster und der Belüf­tung des Raumes wurde festge­stellt, dass an dem Rauch­mel­der im Zimmer mutmaß­lich manipu­liert worden war, um eine Auslö­sung zu verhin­dern. Das Gebäu­de war zur Brand­zeit mit 30 Perso­nen belegt.

Der psychisch auffäl­li­ge Tatver­däch­ti­ge ist zwischen­zeit­lich auf richter­li­che Anord­nung in einer Fachkli­nik unter­ge­bracht.