Sozial- und Pflege­be­ra­tung der Sana Klini­ken feiert Jubilä­um

Biber­ach — Als ergän­zen­des Angebot zur medizi­ni­schen und pflege­ri­schen Behand­lung wurde 1990 in den damali­gen Kreis­kli­ni­ken mit zwei Mitar­bei­te­rin­nen der Kranken­haus­so­zi­al­dienst einge­rich­tet. Mit einem deutlich breite­ren Leistungs­an­ge­bot feiert die Anlauf­stel­le für Patien­ten und Angehö­ri­ge – mittler­wei­le in Sozial- und Pflege­be­ra­tung umbenannt – in diesem Jahr ihr 30-jähri­ges Bestehen.

Erkran­kun­gen können einschnei­den­de Verän­de­run­gen für den Alltag und die beruf­li­che Tätig­keit bedeu­ten. Oftmals kann im Anschluss an einen Kranken­haus­auf­ent­halt nicht mehr alles so organi­siert und bewäl­tigt werden, wie das noch zuvor möglich war. Es gibt viele Infor­ma­tio­nen zu verar­bei­ten und mitun­ter weitrei­chen­de Entschei­dun­gen zu treffen. Daher ist eine umfas­sen­de Beratung über ambulan­te, statio­nä­re und auch finan­zi­el­le Hilfen für Patien­ten und ihre Angehö­ri­gen unerläss­lich, um eine adäqua­te Entschei­dung darüber zu treffen, wie es nach der Entlas­sung aus der Klinik weiter­ge­hen kann. So wurde als ergän­zen­des Angebot zur ärztli­chen, pflege­ri­schen und thera­peu­ti­schen Behand­lung der Klinik­pa­ti­en­ten im Jahr 1990 der Kranken­haus­so­zi­al­dienst mit anfangs zwei Mitar­bei­te­rin­nen ins Leben gerufen. Nahmen im Gründungs­jahr rund 700 Patien­ten das Angebot in Anspruch, wurden im vergan­ge­nen Jahr über 6.000 Patien­ten beraten und betreut. Heute sind 11 Mitar­bei­te­rin­nen der Sozial- und Pflege­be­ra­tung in den Häusern in Biber­ach und Laupheim sowie in der Fachkli­nik für Neuro­lo­gie in Dieten­bronn beschäf­tigt — haupt­säch­lich Sozial­ar­bei­te­rin­nen und ‑pädago­gin­nen aber auch eine Pflege­be­ra­te­rin sowie eine Verwal­tungs­kraft gehören zum Team. Damals wie heute ist es das Ziel der Beratung, für die Patien­ten nach dem Kranken­haus­auf­ent­halt die bestmög­li­che Versor­gung zu finden.

Sieglin­de Mack, die bereits seit 1996 mit dabei ist und im letzten Jahr die Teamlei­tung übernom­men hat, erinnert sich: „Über die Jahre hat sich schon einiges in unserer Arbeit verän­dert. Mit der steigen­den Lebens­er­war­tung werden auch unsere Patien­ten im Durch­schnitt immer älter. Das macht die häusli­che Versor­gung mitun­ter schwie­rig, insbe­son­de­re dann, wenn keine Angehö­ri­gen mit im Haushalt leben oder diese beruf­lich stark einge­bun­den sind. Wir versu­chen dann, gemein­sam mit den Patien­ten und ihren Angehö­ri­gen indivi­du­el­le Lösun­gen zu finden.“ Um umfas­send und fachge­recht infor­mie­ren zu können, sind die Mitar­bei­te­rin­nen der Sozial- und Pflege­be­ra­tung in ständi­gem Austausch mit den Kolle­gen in den Klini­ken. Auch die Zusam­men­ar­beit mit exter­nen Einrich­tun­gen wie beispiels­wei­se Ämtern, Pflege­hei­men, Rehakli­ni­ken, Psycho­so­zia­len Diens­ten, ambulan­ten Hilfs­diens­ten oder Kosten­trä­gern ist für die Arbeit unerläss­lich. Der Dienst bietet neben der Beratung und gegebe­nen­falls der Unter­stüt­zung bei der Organi­sa­ti­on von ambulan­ter und statio­nä­rer Weiter­ver­sor­gung sowie Anschluss-/Reha-Maßnah­men auch Hilfe­stel­lung bei der Wahrneh­mung von Ansprü­chen gegen­über Versi­che­rungs­trä­gern und Behör­den an, beispiels­wei­se bei der Beantra­gung von Pflege­leis­tun­gen. Ein weite­rer Aufga­ben­be­reich ist die sozial­recht­li­che und psycho­so­zia­le Beratung zu krank­heits­be­zo­ge­nen, familiä­ren oder beruf­li­chen Proble­me, hierzu gehört bei Bedarf auch die Vermitt­lung an weiter­füh­ren­de Fachdiens­te.

„Im Zentrum unserer Arbeit steht immer die Frage nach einer gesicher­ten Weiter­ver­sor­gung unserer Patien­ten nach ihrer Entlas­sung“, erklärt Sieglin­de Mack weiter. „Im inter­dis­zi­pli­nä­ren Team werden Lösungs­we­ge erarbei­tet, um die bestmög­li­che Option für unsere Patien­ten und deren Angehö­ri­ge zu finden. Jeder Fall ist einzig­ar­tig und selbst nach vielen Berufs­jah­ren bleibt diese Aufga­be spannend.“