Bleiben Schulen und Geschäf­te auch nach dem 10. Januar geschlos­sen? In wenigen Tagen wollen Bund und Länder entschei­den, ob der Lockdown fortge­setzt wird. Ihre Ziele bei den Infek­ti­ons­zah­len sind noch lange nicht erreicht.

Nach einer vergleichs­wei­se ruhigen Silves­ter­nacht disku­tie­ren Politi­ker über teilwei­se Locke­run­gen des Lockdowns in Deutsch­land. Aller­dings brems­te Bayerns Minis­ter­prä­si­dent Markus Söder Hoffnung auf ein baldi­ges Ende der Beschränkungen.

«Wir müssen jetzt einfach die Zahlen nachhal­tig senken. Daher bin ich sehr skeptisch, schon ab 10. Januar wieder Öffnun­gen in Aussicht zu stellen», sagte der CSU-Chef der Deutschen Presse-Agentur. Der Kandi­dat für den CDU-Vorsitz, Fried­rich Merz, will zumin­dest die Schulen schnellst­mög­lich öffnen.

Im Inter­view mit den Zeitun­gen der Funke-Medien­grup­pe stell­te sich Merz hinter eine Forde­rung von Baden-Württem­bergs Kultus­mi­nis­te­rin Susan­ne Eisen­mann (CDU). Es sei richtig, zu sagen, «dass nämlich die Schulen so schnell wie möglich wieder geöff­net werden müssen», sagte Merz. «Und es ist ja auch der politi­sche Wille aller Betei­lig­ten, je nach Inzidenz­la­ge in diese Richtung zu gehen.» Eisen­mann hatte gefor­dert, dass Kinder­gär­ten und Grund­schu­len auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder öffnen sollten.

Die Minis­ter­prä­si­den­ten der Länder wollen am 5. Januar mit Kanzle­rin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar mit dem bundes­wei­ten Lockdown weiter­geht. Erklär­tes Ziel ist es, die Zahl der Neuin­fek­tio­nen pro 100 000 Einwoh­ner binnen sieben Tagen auf unter 50 zu drücken — dies i