Ausge­rech­net der Politi­ker, der gar nicht selbst CDU-Vorsit­zen­der werden will, wird von den Bürgern favori­siert. In Sachen Kanzler­kan­di­da­tur der Union wieder­um gibt es einen anderen klaren Umfra­ge­sie­ger.

In einer Umfra­ge des Insti­tuts Kantar für die Funke Medien­grup­pe (Samstag) gaben 22 Prozent an, sie trauten am ehesten Spahn zu, ein guter CDU-Vorsit­zen­der zu werden. Aller­dings bewirbt sich der Gesund­heits­mi­nis­ter gar nicht für den Partei­vor­sitz, sondern tritt im Team mit NRW-Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet an.

19 Prozent trauten in der Umfra­ge Ex-Unions­frak­ti­ons­chef Fried­rich Merz am ehesten zu, ein guter CDU-Chef zu sein, 17 Prozent nannten Laschet und 8 Prozent den Außen­po­li­ti­ker Norbert Röttgen. Bei dem auf einen Tag verkürz­ten Partei­tag soll am 4. Dezem­ber in Stutt­gart ein Nachfol­ger für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karren­bau­er gewählt werden.

Anders sieht es in der Frage aus, welchem Unions­po­li­ti­ker zugetraut wird, ein guter Bundes­kanz­ler zu werden. Hier liegt in der Kantar-Umfra­ge CSU-Chef Markus Söder mit 34 Prozent vorn, obwohl der bayeri­sche Minis­ter­prä­si­dent immer wieder betont, sein Platz sei in Bayern. Merz kam hier nur auf 12 Prozent, Spahn auf 8, Laschet auf 7 und Röttgen auf 5 Prozent.