BERLIN (dpa) — Das Umfra­ge­hoch der SPD mit Kanzler­kan­di­dat Olaf Scholz hält an. Die Partei liegt nun auch bei einem anderen Umfra­ge­insti­tut knapp vor der Union.

Gut vier Wochen vor der Bundes­tags­wahl hat die SPD in einer weite­ren Umfra­ge die Union überholt. Wie das Meinungs­for­schungs­in­sti­tut YouGov mitteil­te, kämen die Sozial­de­mo­kra­ten auf 24 Prozent, wenn am kommen­den Sonntag die Abstim­mung wäre.

Dies entspricht einem Plus von 8 Prozent­punk­ten im Vergleich zur letzten Erhebung Ende Juli. Die Union büßt demnach 6 Punkte auf 22 Prozent ein. Die Grünen liegen unver­än­dert bei 16 Prozent, die FDP gewinnt einen Punkt auf 13 Prozent. Die AfD erreicht 11 Prozent (minus 1), die Linke verharrt bei 8 Prozent.

Im neuen ZDF-«Politbarometers» vom Freitag liegen SPD und CDU gleich­auf bei 22 Prozent. Die Grünen liegen dort bei 20 Prozent. Die Meinungs­for­scher der Forschungs­grup­pe Wahlen sehen zudem einen deutli­chen Vorsprung von Olaf Scholz vor CDU-Kandi­dat Armin Laschet bei der Frage, wen die Wahlbe­rech­tig­ten für kanzler­fä­hig halten. Nur noch 25 Prozent (minus 2) halten Laschet für geeig­net als Kanzler (nicht geeig­net: 71 Prozent). Mit 22 Prozent noch etwas gerin­ger (minus 1) ist der Anteil der Befrag­ten, die Annale­na Baerbock dafür als geeig­net ansehen (nicht geeig­net: 74 Prozent). 65 Prozent (plus 6) trauen dagegen Olaf Scholz das Amt des Bundes­kanz­lers zu (nicht geeig­net: 30 Prozent).

Zuletzt hatte auch eine Umfra­ge des Insti­tuts Kantar im Auftrag von «Focus» am Donners­tag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Union und SPD ergeben. Am Diens­tag war eine Forsa-Umfra­ge bekannt­ge­wor­den, nach der die SPD erstmals seit Jahren in einer Sonntags­fra­ge wieder stärks­te politi­sche Kraft ist. Im Trend­ba­ro­me­ter des Insti­tuts für RTL und n‑tv kommt die SPD auf 23 Prozent, die Union erreicht 22 Prozent. Davor hatte das Insa-Insti­tut im Sonntagstrend für die «Bild am Sonntag» Union und SPD gleich­auf gesehen.

Grund­sätz­lich spiegeln Wahlum­fra­gen nur das Meinungs­bild zum Zeitpunkt der Befra­gung wider und sind keine Progno­sen auf den Wahlaus­gang. Sie sind außer­dem immer mit Unsicher­hei­ten behaf­tet. Unter anderem erschwe­ren nachlas­sen­de Parteib­in­dun­gen und immer kurzfris­ti­ge­re Wahlent­schei­dun­gen den Meinungs­for­schungs­in­sti­tu­ten die Gewich­tung der erhobe­nen Daten.