BERLIN (dpa) — Würde jetzt gewählt, könnte die SPD mit 26 Prozent der Wähler­stim­men rechnen. Während alle anderen Partei­en, die im Bundes­tag vertre­ten sind, ihre Zahlen halten können, fallen Union und FDP zurück.

Berlin (dpa) — Im Wahlkampf-Endspurt hat die SPD einer Umfra­ge zufol­ge den Vorsprung auf CDU und CSU wieder ausge­baut. Das geht aus einer reprä­sen­ta­ti­ven Befra­gung des Meinungs­for­schungs­in­sti­tuts Kantar für das Magazin «Focus» hervor.

Nach den heute veröf­fent­lich­ten Zahlen verbes­sert sich die SPD im Vergleich zur Vorwo­che um einen Punkt auf 26 Prozent, während die Union auf 20 Prozent (-1) abrutscht. Die Grünen verhar­ren bei 17 Prozent, die AfD steht unver­än­dert bei 12 Prozent, und die Linke kommt unver­än­dert auf 6 Prozent. Die FDP verliert genau­so wie die Union einen Punkt und fällt auf 11 Prozent zurück.

Bei der Erhebung des Meinungs­for­schungs­in­sti­tuts YouGov scheint der Abwärts­trend der Union in der Wähler­gunst gestoppt zu sein. Der Abstand der beiden führen­den Partei­en bleibt stabil, beide verlie­ren einen Prozent­punkt im Vergleich zur Vorwo­che. Seit der Fernseh­de­bat­te der drei Kanzler­kan­di­da­ten am Sonntag hatten Unions­po­li­ti­ker immer wieder von Hinwei­sen auf eine Trend­wen­de gesprochen.

Die SPD kann der YouGov-Umfra­ge zufol­ge mit 25 Prozent der Wähler­stim­men rechnen (minus ein Prozent­punkt), die Union käme auf 20 Prozent (ebenfalls minus eins). Die Grünen blieben in der sogenann­ten Sonntags­fra­ge stabil bei 15 Prozent.

Die Ergeb­nis­se der anderen: AfD 11 Prozent (minus eins), FDP weiter 10, Linke 8 Prozent (plus zwei). Mehr als jeder sechs­te Wähler will sich aller­dings erst später entscheiden.

Grund­sätz­lich spiegeln Wahlum­fra­gen nur das Meinungs­bild zum Zeitpunkt der Befra­gung wider und sind keine Progno­sen auf den Wahlaus­gang. Sie sind außer­dem immer mit Unsicher­hei­ten behaf­tet. Unter anderem erschwe­ren nachlas­sen­de Parteib­in­dun­gen und immer kurzfris­ti­ge­re Wahlent­schei­dun­gen den Meinungs­for­schungs­in­sti­tu­ten die Gewich­tung der erhobe­nen Daten.