BERLIN (dpa) — Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Städte- und Gemein­de­bun­des hält ein Black­out für ein realis­ti­sches Szena­rio. Die Empfeh­lun­gen des Bundes zum Katastro­phen­schutz seien daher ernst zu nehmen, so Landsberg.

Der Deutsche Städte- und Gemein­de­bund hat angesichts der Unsicher­hei­ten bei der Energie­ver­sor­gung einen stärke­ren Ausbau des zivilen Katastro­phen­schut­zes gefordert.

«Die Gefahr eines Black­outs ist gegeben», sagte Gerd Lands­berg, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Deutsche Städte- und Gemein­de­bun­des, der «Welt am Sonntag». Seiner Meinung nach muss die Vorbe­rei­tung auf echte Krisen­si­tua­tio­nen verbes­sert werden. «Deshalb müssen wir den zivilen Katastro­phen­schutz viel inten­si­ver ausbau­en», sagte er der Zeitung.

Lands­berg warnte vor der Gefahr einer «Überlas­tung des Strom­net­zes — etwa wenn die 650.000 in diesem Jahr verkauf­ten Heizlüf­ter ans Netz gehen, sollte die Gasver­sor­gung ausfal­len». Dies sei ein realis­ti­sches Szenario.

Er plädier­te an die Bürger, die Empfeh­lun­gen des Bundes zum Katastro­phen­schutz ernst zu nehmen, wonach Bürger für mehre­re Tage Wasser und Lebens­mit­tel im Haus haben sollen und wies auf die mögli­chen Folgen eines großflä­chi­gen Strom­aus­falls hin. «Dann läuft kein Wasser, man kann nicht tanken, nach zwei Tagen kann man sein Handy nicht mehr laden. Wir sind in keiner Weise auf so ein Szena­rio vorbe­rei­tet», sagte Lands­berg dem Bericht zufolge.