RAVENSBURG — Mehr Gebur­ten und Sterbe­fäl­le – aber weniger Hochzei­ten: Das Standes­amt Ravens­burg gibt Ein-blick in seine Statis­tik 2020 und ver-gleicht die Zahlen mit dem Vorjahr.

1529 Kinder haben 2020 in Ravens-burg das Licht der Welt erblickt. Dass es mehr waren als im Jahr 2019 mit 1406 Babys, “liegt u. a. auch daran, dass das Kranken­haus 14-Nothel­fer seinen Betrieb zum Jahres­wech­sel 2019/2020 einge­stellt hat”, erklärt Mar-tina Singer, Leite­rin der Zentra­len Bür-gerdiens­te bei der Stadt­ver­wal­tung Ravensburg. 

Belieb­tes­te Vorna­men bei den Mäd-chen waren Emma, Mia, Emilia, Lina, und Anna. Bei den Jungs führten Felix, Noah, Leon, Elias und Finn die Hitlis­te an. 

Ungeach­tet der Lockdown-Phasen sind 311 Paare 2020 in Ravens­burg vor den amtli­chen Traual­tar getre­ten – davon 281 Paare in der Kernstadt und 30 in den Ortschaf­ten. Trotz Corona zählt die Statis­tik nur 53 Paare weniger als 2019. Wie das Standes­amt berich­tet, war das Corona-Jahr geprägt von kurz-fristi­gen Termin­ver­schie­bun­gen und ‑absagen. Viele Trauter­mi­ne wurden vom Frühjahr in den Herbst verlegt, dann aber teilwei­se wieder abgesagt. Auch wenn die Gäste­zahl im Lauf des Jahres zuneh­mend einge­schränkt wur-de, kamen viele kurzfris­ti­ge Trauan­f­ra-gen dazu. Auf die Absagen im Frühjahr hat die Stadt mit weite­re Termin­an­ge-boten im August und Septem­ber rea-giert. Belieb­tes­te Monate für Hochzeits-feiern waren Juni und August. Doch auch im Dezem­ber haben sich 37 Paa-re das Ja-Wort gegeben – auch wenn neben dem Braut­paar nur zwei Gäste anwesend sein durften.
Rund 70 Prozent der Paare wählten den Samstag oder den Freitag­nach­mit-tag für ihre Vermäh­lung. Bevor­zugt gehei­ra­tet wurde im Kleinen Sitzungs-saal des Rathau­ses und in der Veits-burg. 

Weil das Ravens­bur­ger Standes­amt auch für auswär­ti­ge Paare attrak­tiv ist, haben sich 112 Nicht-Ravens­bur­ger Paare entschie­den, in Ravens­burg zu heira­ten. Außer­halb ihrer Heimat­stadt haben dagegen nur 46 Ravens­bur­ger Paare 2020 ihren Bund fürs Leben ge-schlossen.

Mit 1159 Menschen, davon 612 Männer und 547 Frauen, verstar­ben 2020 mehr Bürge­rin­nen und Bürger in Ravens­burg als im Jahr zuvor: 2019 verzeich­ne­te das Amt 1088 Todesfälle.

Zwar gingen die Kirchen­aus­trit­te 2020 mit 373 gegen­über dem Vorjahr (484) etwas zurück, beweg­ten sich dennoch auf einem relativ hohen Niveau. Die Zahlen in den zurück­lie­gen­den Jahren zeigen folgen­de Entwick­lung: 2018 kehrten 264 Menschen in Ravens­burg ihrer Kirche den Rücken, 2017 waren das 210 Perso­nen, 2016 lag die Zahl bei 254. Im Jahr 2015 kündig­ten 267 Ravens­bur­ge­rin­nen und Ravens­bur­ger die Mitglied­schaft in ihrer Kirche auf.

Seit Novem­ber 2018 besteht die Mög-lichkeit, die Reihen­fol­ge der Vorna­men neu zu sortie­ren. 2020 machten von diesem Recht 15 Bürge­rin­nen und Bür-ger Gebrauch.