RAVENSBURG — Dank einer starken Defen­siv­leis­tung und dem Doppel­schlag im zweiten Spiel­drit­tel haben die Towerstars einen verdien­ten 3:0 Erfolg in Dresden eingefahren.

Die Towerstars hatten nach gewon­ne­nem Anspiel­bul­ly zwar schnell Präsenz im gegne­ri­schen Drittel, alsbald sollte das Team von Coach Rich Cherno­maz aber selbst Bedräng­nis drohen. Robbie Czarnik musste ein Notfoul ziehen, als ein Dresd­ner Stürmer frei in Richtung Tor ziehen konnte. Die fälli­ge Unter­zahl überstan­den die Towerstars aber schad­los, mitun­ter wurden die Passwe­ge sehr gut zugestellt und was an Distanz­schüs­sen auf das Ravens­bur­ger Tor kam, stell­te Olafr Schmidt nicht vor Proble­me. Fast hätte Robbie Czarnik von der Straf­bank kommend sogar die Führung erzielt, nach dem Ausspie­len des Torhü­ters war der Winkel aller­dings zu spitz.

Gute Defen­siv­ar­beit zeigten die Towerstars auch nach einer Straf­zeit gegen Sören Sturm in der 7. Minute, erneut hielt sich die Zahl der gefähr­li­chen Schüs­se deutlich in Grenzen. Wieder komplet­tiert, übernah­men die Oberschwa­ben einige Minuten lang das Spiel, aller­dings waren die Räume auch vor dem Dresd­ner Tor eng und Nachschüs­se wurden von den Gastge­bern konse­quent wegge­räumt. Die Schluss­mi­nu­ten des Start­drit­tels kippten dann aber auf die Seite der Hausher­ren. Einen starken Fanghand-Save zeigte Olafr Schmidt, als Nick Huard völlig frei aus fünf Metern zum Abschluss kam, auch gegen Elvyis Biezais 50 Sekun­den vor dem ersten Pausen­gong blieb der Ravens­bur­ger Keeper Sieger.

Im zweiten Spiel­drit­tel legten die Oberschwa­ben eine Schip­pe an Tempo drauf und die Dresd­ner Eislö­wen zogen unter dem Druck in der 24. Minute prompt eine Straf­zeit. Dies ging aller­dings nicht über die volle 2‑Minuten Distanz, denn Andre­as Driendl traf mit einem schönen Flach­schuss ins lange Eck zum 0:1. Der blitz­saube­re Pass aus der eigenen Zone kam von James Bettau­er, der die allge­mei­ne Verwir­rung nach einem hohen Stock samt Dresd­ner Wechsel­feh­lers ausnut­zen konnte. Die Führung sorgte für noch mehr Schwung im Ravens­bur­ger Spiel und nur 36 Sekun­den später erhöh­te Robbie Czarnik auf 0:2. Diesmal spiel­te die erste Sturm­rei­he eine Kombi­na­ti­on eiskalt zu Ende. Dresden kam zwar in den Folge­mi­nu­ten zu einigen guten Szenen in der Towerstars Zone, insge­samt gehör­te das zweite Drittel aber klar den Oberschwaben.

Dass die Eislö­wen sofort nach Wieder­an­spiel auf den Anschluss­tref­fer und die poten­zi­el­le Wende drängen würden, war freilich keine Überra­schung. Doch wie schon in den beiden Abschnit­ten zuvor waren das effek­ti­ve Vorche­cking und die gewon­ne­nen Zweikämp­fe in der neutra­len Zone ein Garant dafür, dass sich die Anzahl der Dresd­ner Einschuss­mög­lich­kei­ten in Grenzen hielten. Die verstärk­ten Angriffs­be­mü­hun­gen der Hausher­ren eröff­ne­ten auf der Gegen­sei­te auch die Chancen auf Konter der Towerstars.

In der Schluss­pha­se der Partie kam das Team von Coach Rich Cherno­maz zwar nochmals kurz in Bedräng­nis, als Dresdens Coach Rico Rossi bereits drei Minuten vor Ende den Torhü­ter zuguns­ten eines sechs­ten Feldspie­lers vom Eis holte. Die Betonung „kurz“ bekam dabei die klare Betonung, denn 85 Sekun­den vor Schluss luchs­te Yannick Drews einem Dresd­ner den Puck schon beim Aufbau ab und schob zum 0:3 ein. Damit war ein verdien­ter Auswärts­sieg unter Dach und Fach.