RAVENSBURG — Dank einer geschlos­se­nen und von Beginn an konzen­trier­ten Mannschafts­leis­tung haben die Ravens­burg Towerstars zum Auftakt der neuen Haupt­run­de einen Auswärts­sieg gefei­ert. In der „Geister-Atmosphä­re der Bad Tölzer “weeAre­na” siegten sie mit 6:3.

Die Partie begann mit rund 15 Minuten Verspä­tung, weil die Towerstars kurz vor München aufgrund eines schwe­ren Unfalls fast 75 Minuten im Stau steck­ten. Dass eine deutlich verkürz­te Spiel­vor­be­rei­tung nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, stell­te das Team von Coach Rich Cherno­maz eindrucks­voll unter Beweis. Schon nach 40 Sekun­den rutsch­te ein noch abgefälsch­ter Schuss von Mathieu Pompei knapp am linken Pfosten vorbei, zwei Minuten später stand die Ravens­bur­ger Führung auf der Anzei­gen­ta­fel. Nachdem die gut einge­stell­te Defen­si­ve einen Bad Tölzer Angriff abgefan­gen hatte, schlug die erste Sturm­rei­he eiskalt zu. Mathieu Pompei und Robbie Czarnik kombi­nier­ten sich vor das Tor, dort drück­te Andre­as Driendl freiste­hend zum 0:1 ein.

Dieser Start nach Maß verlieh den Oberschwa­ben Selbst­ver­trau­en auf ganzer Linie. Vor allem die Abwehr stand effek­tiv an der eigenen blauen Linie und was dennoch durch­kam, war siche­re Beute von Towerstars Keeper Niklas Treut­le. Zu einem Zeitpunkt, als die Partie etwas ausge­gli­che­ner war, konnte David Zucker mit den Kolle­gen der dritten Sturm­rei­he das nächs­te Ausru­fe­zei­chen setzen. Er hatte viel Raum und Zeit und überrasch­te Löwen Torhü­ter Maximi­li­an Franz­reb mit einem Schlen­zer aus der zweiten Reihe zum 0:2. Fortan spiel­ten nur noch die Towerstars, die sich in der Verwer­tung ihrer Torchan­cen äußerst effek­tiv präsen­tier­ten. Kurz nachdem Kilian Keller bei einem abgefälsch­ten Latten­knal­ler noch Pech hatte, erhöh­te erneut Andre­as Driendl im Nachsto­chern auf 0:3. Bad Tölz wirkte danach noch mehr angeschla­gen und leiste­te sich Straf­zei­ten. Als die Towerstars in der Schluss­pha­se des ersten Spiel­drit­tels dann sogar zwei Spieler mehr auf dem Eis hatten, erhöh­te James Bettau­er frei am rechten Pfosten lauernd auf 0:4 – 1,1 Sekun­den standen da noch auf der Uhr.

Den zweiten Spiel­ab­schnitt konnten die Towerstars weiter­hin in Überzahl starten, aufgrund einer weite­ren Straf­zeit gegen Philipp Schla­ger für 30 Sekun­den erneut mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Das Power­play lief zwar flüssig, diesmal stand die Abwehr der Tölzer Löwen aber kompak­ter in der eigenen Zone. In der 23.- und 27. Minute kamen auch die Ravens­bur­ger Unter­zahl­for­ma­tio­nen zum Einsatz, sie überstan­den die Straf­zei­ten aller­dings schadlos.

Bad Tölz setzte die deutlich stärke­re Phase aller­dings fort und die Ravens­bur­ger Abwehr vor Niklas Treut­le hatte einiges zu tun. In der 37. Minute blieb dieser bei einem Allein­gang von Mirco Pfleger noch Sieger, kurz danach war der Ex-Natio­nal­tor­hü­ter aber dann doch geschla­gen. Markus Eberhardt zog von der blauen Linie ab und die Schei­be schlug hinter dem sicht­lo­sen Torhü­ter zum 1:5 ein.

Dass die Tölzer Löwen bei diesem Spiel­stand noch offen­si­ver den Schluss­ab­schnitt angehen würden, war sicher keine Überra­schung. Die Ravens­bur­ger Defen­si­ve hielt dem Druck aber stand, auch als Kilian Keller in der 43. Minute für zwei Minuten auf der Straf­bank saß. Siche­rer Rückhalt war auch wie schon zuvor Torhü­ter Niklas Treutle.

Der Druck der Oberbay­ern flach­te aber nicht ab und in der 50. Minute tankte sich Löwen Topstür­mer Lubor Dibel­ka durch die Ravens­bur­ger Zone. Niklas Treut­le hatte beim 2:5 keine Abwehr­chan­ce. Das Signal zur Vorent­schei­dung liefer­ten die Gastge­ber knapp fünf Minuten vor Ende der Partie aber selbst auf der Gegen­sei­te. Der Handschuh von Löwen Stürmer Max French verirr­te sich bei unter­bro­che­nem Spiel im Gesicht von David Zucker, die fälli­ge 2‑Minuten Straf­zeit nutzten die Oberschwa­ben kompro­miss­los zum 2:6.

Zwar kamen die Tölzer Löwen ihrer­seits in Überzahl noch zum dritten Treffer, mehr brann­te dann aber nicht mehr an. “Wir mussten gegen ein technisch starkes Team defen­siv gut stehen und das haben wir von Anfang an umgesetzt. Der letzt­li­che Unter­schied machte dann unsere Überzahl”, sagte Towerstars