SEOUL (dpa) — Eigent­lich schlägt ein Bundes­prä­si­dent eher diplo­ma­ti­sche Töne an — zumal bei Auslands­rei­sen. In Seoul spricht Frank-Walter Stein­mei­er aber Klartext. Er gilt dem Nachbarn Nordkorea.

Bundes­prä­si­dent Frank-Walter Stein­mei­er hat bei einem Besuch in Südko­rea am Freitag Nordko­reas Raketen­tests verur­teilt und deren Stopp verlangt. «Diese Tests verlet­zen die Resolu­tio­nen des UN-Sicher­heits­ra­tes, sie gefähr­den die inter­na­tio­na­le Sicher­heit», sagte Stein­mei­er nach einem Gespräch mit Präsi­dent Yoon Suk Yeol in der Haupt­stadt Seoul.

Nordko­rea solle die UN-Beschlüs­se umset­zen und «ernst­haf­te Verhand­lun­gen» über den Abbau seines nuklea­ren Raketen­pro­gramms begin­nen. Das kommu­nis­tisch regier­te Land testet derzeit trotz nahezu einhel­li­ger inter­na­tio­na­ler Kritik in ungewohnt hoher Frequenz wieder Raketen. Das Thema stand am Freitag auch im UN-Sicher­heits­rat in New York auf der Tagesordnung.

Stein­mei­er sagte, seit Beginn des Jahres sei eine beispiel­lo­