Diesen Novem­ber sterben in Deutsch­land deutlich mehr Menschen als in den vier Jahren zuvor. Beson­ders auffäl­lig sind die Zahlen für Sachsen. Und eine Bevöl­ke­rungs­grup­pe ist vor allem betroffen.

Die Zahl der Todes­fäl­le in Deutsch­land ist im Novem­ber deutlich gestie­gen. Nach vorläu­fi­gen Erkennt­nis­sen des Statis­ti­schen Bundes­am­tes sind im vergan­ge­nen Monat elf Prozent oder 8186 mehr Menschen gestor­ben als im Novem­ber-Schnitt der vier Vorjahre.

Die Zahl der Todes­fäl­le in Verbin­dung mit Corona lag demnach bei 7335. Deutsch­land­weit wurden insge­samt 84.480 Todes­fäl­le gezählt. Zuletzt seien hierzu­lan­de im Jahr 1974 mehr als 80.000 Menschen in einem Novem­ber gestor­ben, hieß es.

Wie die Statis­ti­ker weiter mitteil­ten, war die Übersterb­lich­keit in Sachsen im letzten Monat beson­ders hoch. In dem Bundes­land, das stark von Corona betrof­fen ist, starben im Vergleich zum Novem­ber der Vorjah­re 39 Prozent mehr Menschen. Sowohl bundes­weit als auch in Sachsen nahm die Diffe­renz um Woche zu Woche zu. In der letzten Novem­ber­wo­che (48. KW) lag sie in Sachsen 55 Prozent über dem Vorjah­res­schnitt. Deutsch­land­weit waren es 14 Prozent. Zeitgleich war im Novem­ber auch die Zahl der Menschen die an oder mit Corona starben von Woche zu Woche in die Höhe geklettert.

Die Statis­ti­ker regis­trier­ten vor allem bei den über 80-Jähri­gen eine deutli­che Zunah­me der Todes­fäl­le. «Die Sterbe­fall­zah­len der unter 80-Jähri­gen sind hinge­gen auf dem Niveau der Vorjah­re», hieß es.

«Neben den direk­ten und indirek­ten Folgen der COVID-19-Pande­mie können auch Verschie­bun­gen in der Alters­struk­tur der Bevöl­ke­rung zu überdurch­schnitt­li­chen Sterbe­fall­zah­len beitra­gen», erklär­ten die Exper­ten. So sei die Zahl der Menschen ab 80 Jahren von 2015 bis 2019 von 4,7 Millio­nen auf 5,7 Millio­nen gestiegen.

Und wie sah es in anderen europäi­schen Ländern aus? Für die letzte Novem­ber­wo­che melde­