Gerade zu den Festta­gen mag manch einer zu üppig einge­kauft haben und Überbleib­sel nun wegwer­fen wollen. Das es auch anders gehen kann, darauf macht das Landwirt­schafts­mi­nis­te­ri­um aufmerk­sa­men. In Deutsch­land landen jährlich rund 12 Millio­nen Tonnen Lebens­mit­tel im Müll. Etwa 60 Prozent davon entfal­len demnach auf Privat­haus­hal­te, das sind im Schnitt 82 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Ein großer Teil davon sei dabei zum Zeitpunkt des Wegwer­fens aber noch genieß­bar, beton­te Agrar­staats­se­kre­tä­rin Fried­lin­de Gurr-Hirsch (CDU) in Stutt­gart. Gemüse, Obst und Backwa­ren werden am häufigs­ten vernichtet.

Gurr-Hirsch: «Dabei lassen sich aus übrig geblie­be­nen Weihnachts­le­cke­rei­en schmack­haf­te, kreati­ve Speisen zaubern.» Sie nannte Klassi­ker wie «Arme Ritter» oder «Ofenschlup­fer» als Beispiel für die Verwer­tung von älterem Brot. Lebku­chen könnten in herzhaf­ten Soßen weiter­ver­ar­bei­tet werden, Stollen mit Quark­creme zu einem lecke­ren Schicht­des­sert werden. Überrei­fes Obst könne püriert in einem Smoot­hie noch Verwen­dung finden. Lebens­mit­tel mit einem Mindest­halt­bar­keits­da­tum, beispiels­wei­se Milch­pro­duk­te, könnten bei sachge­rech­ter Lagerung meist auch über dieses Datum hinaus verzehrt werden.

Wer die Lebens­mit­tel­ab­fäl­le reduziert, der betreibt aktiven Ressour­cen- und Klima­schutz, so das Minis­te­ri­um. Denn die Produk­ti­on von Lebens­mit­teln benöti­ge wertvol­le Ressour­cen wie Acker­bo­den, Wasser und Dünger. Für ein Kilogramm Brot werden etwa 1600 Liter Wasser gebraucht, für ein Kilogramm Käse mehr als 5000 Liter und für ein Kilogramm Rindfleisch 15 420 Liter.