ZCHINWALI (dpa) — Mit der Abstim­mung wollte der vorhe­ri­ge Anfüh­rer ursprüng­lich seine Wieder­wahl sichern. Dann verlor er selbi­ge. Sein Nachfol­ger hält das Referen­dum für verfrüht.

Die von Georgi­en abtrün­ni­ge Teilre­pu­blik Südos­se­ti­en im Kauka­sus hat ein geplan­tes Referen­dum zum Beitritt zu Russland vorläu­fig abgesagt.

In einem am Montag­abend veröf­fent­lich­ten Dekret wurde die Absage begrün­det mit der «Unzuläs­sig­keit einer einsei­ti­gen Entschei­dung über ein Referen­dum zu Fragen, die auch die legiti­men Rechte und Inter­es­sen der Russi­schen Födera­ti­on betref­fen.» Moskau hatte sich in den vergan­ge­nen Wochen mehrfach zurück­hal­tend gegen­über einem Beitritt gezeigt.

Das Referen­dum hatte noch der vorhe­ri­ge Anfüh­rer der Region, Anato­li Bibilow, angesetzt. Damit wollte er seine Wieder­wahl in Südos­se­ti­en sichern. Doch bei der inter­na­tio­nal nicht anerkann­ten Präsi­den­ten­wahl setzte sich schließ­lich Anfang Mai sein Gegner Alan Gaglo­jew durch. Dieser hatte die Initia­ti­ve als verfrüht bezeich­net, obwohl