STUTTGART/BERLIN (dpa/lsw) — Vor fünf Jahren kam der Absturz überra­schend: Baden-Württem­bergs Viert­kläss­ler waren nicht mehr spitze, sondern nur noch Durch­schnitt. Dann wurde gegen­ge­steu­ert im einsti­gen Bildungs­mus­ter­land — mit eher mäßigem Erfolg wie sich jetzt zeigt.

Viert­kläss­ler im Südwes­ten haben einer Studie zufol­ge zuneh­men­de Proble­me beim Lesen und Zuhören. Fast jedes fünfte Kind schafft die Mindest­stan­dards in Deutsch und Mathe­ma­tik nicht. Das Land rutscht damit nach dem schmerz­li­chen Absturz bei der Leistungs­stu­die im Jahr 2016 dieses Mal noch weiter ab. In der Ranglis­te der Länder ist Baden-Württem­berg weiter nur im Mittel­feld zu finden. Kultus­mi­nis­te­rin There­sa Schop­per (Grüne) stell­te die Studie des Insti­tuts zur Quali­täts­ent­wick­lung im Bildungs­we­sen (IQB) am Montag in Berlin vor.

Beim Lesen liegen die Viert­kläss­ler aus Baden-Württem­berg auf Rang 9, beim Zuhören sogar nur auf Platz 11. In beiden Berei­chen errei­chen nur 57 Prozent der Kinder die sogenann­ten Regel­stan­dards, 20 Prozent