BERLIN (dpa) — Im Juni fährt ein Mann in Berlin mit einem Auto in zwei Menschen­grup­pen. Eine Frau stirbt, es gibt 32 Verletz­te. Nach der Tat haben sich mehr als 140 Betrof­fe­ne gemeldet.

Nach der Todes­fahrt in der Berli­ner City-West am 8. Juni haben die Behör­den 142 Betrof­fe­ne regis­triert. Sie kommen aus Hessen sowie sieben weite­ren Bundes­län­dern und drei anderen EU-Staaten, wie die Senats­jus­tiz­ver­wal­tung mitteil­te. Dort ist die Stelle angesie­delt, die das Hilfs­an­ge­bot für Verletz­te, Ersthel­fen­de oder Augen­zeu­gen koordiniert.

Bei der mutmaß­li­chen Amoktat auf dem Ku’damm und der Tauent­zi­en­stra­ße wurden eine Frau getötet und nach Angaben der Staats­an­walt­schaft 32 Menschen verletzt. Beson­ders betrof­fen war eine Schul­klas­se aus Hessen. Die Lehre­rin starb, ein Lehrer und sieben Schüler kamen schwer verletzt in Krankenhäuser.

Alle Betrof­fe­nen hätten von der Zentra­len Anlauf­stel­le ein persön­li­ches Infor­ma­ti­ons­schrei­ben in ihrer Mutter­spra­che erhal­ten, erklär­te ein Justiz­spre­cher. Mit Hessen sei abgestimmt worden, dass die Beauf­trag­te der Hessi­schen Landes­re­gie­rung für Opfer schwe­rer Gewalt­ta­ten und Terror­an­schlä­ge die Menschen dort kontaktiere.

Beratungs­te­le­fon nach Tat eingerichtet

Berlin hatte nach der Tat ein Beratungs­te­le­fon einge­rich­tet. Dieses Angebot ist Ende August ausge­lau­fen, wie der Sprecher mitteil­te. Für alle Betrof­fe­nen bestehe aber weiter­hin die Möglich­keit, das psycho­so­zia­le Team der Anlauf­stel­le zu kontaktieren.

Der 29 Jahre alte Fahrer befin­det sich nach Angaben der Staats­an­walt­schaft weiter­hin in einem psych­ia­tri­schen Kranken­haus. Die Behör­de wirft dem Deutsch-Armeni­er Mord in einem Fall und versuch­ten Mord in 17 Fällen vor. Nach Überzeu­gung der Ermitt­ler hat eine psychi­sche E