MAYFIELD/EDWARDSVILLE (dpa) — Torna­dos fegen gleich über mehre­re US-Bundes­staaa­ten hinweg. In Illinois stürzt das Dach eines Verteil­zen­trums von Amazon ein. Allein in Kentu­cky werden Dutzen­de Tote befürchtet.

Zahlrei­che Torna­dos haben am Freitag­abend (Ortszeit) in mehre­ren US-Bundes­staa­ten gewütet und Schäden verursacht.

Allei­ne im Westen des Bundes­staa­tes Kentu­cky könnte es «wahrschein­lich mindes­tens 50 Tote» gegeben haben, sagte der Gouver­neur Andy Beshe­ar in einem Inter­view dem CNN-Lokal­sen­der WLKY. Betrof­fen war in dem Staat vor allem der Ort Mayfield. Dort sei das Dach einer Fabrik einge­stürzt, und es könnte viele Opfer geben, sagte Beshear.

CNN zufol­ge wüteten mindes­tens 24 Torna­dos in fünf US-Staaten. Auf einer Karte des Senders war zu sehen, dass sich das betrof­fe­ne Gebiet von Norden nach Süden zog. Betrof­fen waren neben Kentu­cky zudem auch Tennes­see, Missou­ri, Illinois und Arkan­sas, wo zunächst zwei Tote gemel­det wurden.

Im Süden von Illinois ließ ein Torna­do das Dach eines Amazon-Verteil­zen­trums teilwei­se einstür­zen. Wie viele Menschen sich zu dem Zeitpunkt in dem Gebäu­de aufhiel­ten, war zunächst laut dem Polizei­chef in der betrof­fe­nen Stadt Edwards­vil­le, Mike Fillback, unklar. Auch dort soll es Tote gegeben haben, weite­re Details waren noch nicht bekannt. Die Rettungs­ar­bei­ten dauer­ten an.

Rettungs­kräf­te hätten eine Anzahl der Einge­schlos­se­nen aus dem Gebäu­de heraus­ho­len können. Unklar sei aber, wie viele noch innen verharr­ten. Weite­re Details waren zunächst nicht bekannt.

Ein Überblick über Schäden und mögli­che Opfer in den betrof­fe­nen US-Staaten war zunächst äußerst schwie­rig, da sich die Angaben schnell änderten.