RAVENSBURG — Die Ravens­burg Towerstars gingen auch im zweiten Spiel am Wochen­en­de leer aus. Gegen die Kassel Huskies unter­la­gen sie mit 2:4, ausschlag­ge­bend war das Mittel­drit­tel mit drei Gegentreffern.

Die Anfangs­mi­nu­ten gehör­ten den Gästen aus Nordhes­sen, schon nach einer halben Minute tauch­te Nathan Burn gefähr­lich vor dem Ravens­bur­ger Tor auf. Eine Straf­zeit gegen die Huskies in der 3. Spiel­mi­nu­te verschaff­te dann auch den Towerstars die ersten Chancen. Einschuss­mög­lich­kei­ten gab es durch­aus, doch Gerald Kuhn im Gäste-Tor parier­te jeweils stark. Auch David Zucker schei­ter­te in der 8. Minute am Huskies Torhü­ter, als er von Maximi­li­an Kolb in Szene gesetzt wurde. Rund drei Minuten vor der ersten Pause kam es dann zur ersten Straf­zeit gegen die Towerstars – letzt­lich mit Folgen. Moritz Müller hatte beim 0:1 in der Halbdi­stanz viel Raum um Maß zu nehmen und nutzte dabei die Gelegen­heit, dass dem Ravens­bur­ger Torhü­ter die Sicht verdeckt war. Nach einem durch­aus solide gespiel­ten Drittel war der Treffer so kurz vor der Pause alles andere als glücklich.

Im zweiten Abschnitt bekamen die Towerstars schon nach 49 Sekun­den die Chance auf den Ausgleich. Kassel kassier­te eine Straf­zeit, doch wo immer die Ravens­bur­ger Überzahl­spie­ler auch hinschos­sen, Gerald Kuhn war auf dem Posten. Auch nach Ablauf der Strafe hatten Robin Just und Olivi­er Hinse gute Chancen, der Treffer blieb den Oberschwa­ben aller­dings verwehrt. Statt­des­sen mussten sie auf der Gegen­sei­te das 0:2 schlu­cken. Das Tor wurde zwar Nathan Burns zugeschrie­ben, der Puck rutsch­te aller­dings höchst unglück­lich von einem eigenen Schlitt­schuh über die Linie.

Dieser Rückschlag ließ das Ravens­bur­ger Spiel dann ordent­lich stocken. Nach vorne lief nicht mehr allzu viel, in der eigenen Zone formier­te sich die Abstim­mung immer wieder zu spät. Das hochka­rä­tig besetz­te Huskies Team nutzte dies eiskalt aus. Corey Trivi­no erhöh­te in numeri­scher Überzahl in der 30. Minute auf 0:3, Brett Cameron ließ dreiein­halb Minuten vor der zweiten Pause das 0:4 folgen. Aus Ravens­bur­ger Sicht ein wahrlich ernüch­tern­der Zwischenstand.

Im Schluss­ab­schnitt zeigten die Towerstars noch einmal Moral und ließen durch den 1:4 Anschluss­tref­fer in der 46. Minute Hoffnung aufkei­men. Andre­as Driendl brach­te sein Team mit dem 2:4 noch mehr in Reich­wei­te. Auch danach racker­ten die Oberschwa­ben redlich und brach­ten die Gäste minuten­lang ins Wanken, letzt­lich gelan­gen aber keine weite­ren Tore mehr.

„Wir haben an diesem Wochen­en­de eigent­lich vier gute Drittel gezeigt, aber dennoch zweimal verlo­ren“, zeigte sich Trainer Rich Cherno­maz enttäuscht. Die Towerstars mussten damit die Tabel­len­füh­rung an die Bietig­heim Steelers abtre­ten und sind nun punkt­gleich mit Lands­hut und Kassel auf Platz 2.