RAVENSBURG — Die Ravens­burg Towerstars fuhren auch im vierten Spiel der neuen Haupt­run­de einen Sieg ein und stehen weiter­hin an der Tabel­len­spit­ze der DEL2. Das Team von Coach Rich Cherno­maz bezwang die Eispi­ra­ten Crimmit­schau mit 4:1. Bereits am Freitag hatten sich die Oberschwa­ben beim EHC Freiburg mit 2:3 nach Penal­ty­schie­ßen durchgesetzt. 

Wie schon in den voran­ge­gan­ge­nen Begeg­nun­gen dräng­ten die Oberschwa­ben mit viel Tempo auf einen frühen Treffer. Robbie Czarnik und Andre­as Driendl waren nach einein­halb Minuten diesem Ziel durch­aus nahe, Gäste-Keeper Micha­el Bitzer war aller­dings auf dem Posten. Die Eispi­ra­ten aus Crimmit­schau konnten sich nach fünf Minuten ihre ersten hochka­rä­ti­gen Chancen erspie­len, in die Karten spiel­te ihnen hier eine Straf­zeit gegen Robbie Czarnik. Die numeri­sche Unter­zahl überstan­den die Towerstars aller­dings schad­los. Torhü­ter Olafr Schmidt konnte sich in seinem ersten Haupt­run­den­spiel mehrfach auszeichnen.

Nach knapp zehn Minuten konnten die Towerstars die spiele­ri­schen Vortei­le dann endlich in die Führung ummün­zen. Yannick Drews schal­te­te vor dem Tor am schnells­ten und vollende­te im Nachschuss die 1:0 Führung. Die gute Möglich­keit schnell nachzu­le­gen ließen die Ravens­bur­ger Cracks dreiein­halb Minuten später leider aus. Das brach­te wieder­um die Gäste aus Westsach­sen mehr und mehr ins Spiel und in der 15. Minute bejubel­ten sie auch prompt den vermeint­li­chen Ausgleich. Die Unpar­tei­ischen hatten aller­dings Zweifel und konsul­tier­ten den Video­be­weis. Nach minuten­lan­ger Beratung fand der Treffer doch keine Anerken­nung, da er mit einer aktiven Bewegung des Schlitt­schuhs erzielt wurde. Die Towerstars konnten also mit einer hauch­dün­nen Führung in die erste Pause gehen.

Im zweiten Abschnitt gehör­te die Partie in den Anfangs­mi­nu­ten klar den Towerstars. Die Angrif­fe wurden wieder schnel­ler und präzi­ser vorge­tra­gen, ledig­lich der Abschluss war an diesem Abend nicht so optimal, wie noch in den Begeg­nun­gen zuvor. Auch Mathieu Pompei (21.) und Olivi­er Hinse hatten den Ausbau der Führung auf dem Schlä­ger. Auf der Gegen­sei­te stand Torhü­ter Olafr Schmidt mehrfach im Brenn­punkt, mit gutem Stellungs­spiel konnte er seinen Kasten aber sauber halten.

In der 38.Minute kam es dann zur Schlüs­sel­sze­ne des Spiels. Zunächst war eine Straf­zeit wegen Beinstel­lens gegen André Schiet­zold angezeigt, dann leiste­te sich Ex-Towerstars Stürmer Timo Gams einen Stock­schlag dazu. Die doppel­te Überzahl konnten die Towerstars dann maximal nutzen. Andre­as Driendl wurde im Slot in der Halbdi­stanz angespielt und nahm beim 2:0 exakt Maß. Olivi­er Hinse erhöh­te nur 44 Sekun­den später auf 3:0, die Weichen zum Sieg schie­nen gestellt.

Im Schluss­ab­schnitt mussten die Towerstars aber nochmal verbis­sen kämpfen. Crimmit­schau steck­te keines­wegs zurück und kam zu guten Möglich­kei­ten. Bis zur 51. Minute blieb der Kasten von Olafr Schmidt sauber, dann aber konnte Petr Pohl die zu träge Abstim­mung der Ravens­bur­ger Abwehr nutzen und drück­te zum 3:1 Anschluss­tref­fer ein. Immer­hin konnten die Towerstars mit mehr Aggres­si­vi­tät in den Zweikämp­fen den Schwung der Gäste wieder eindäm­men und sich selbst gute Chancen erarbei­ten. Das nahm auch viel Zeit von der Uhr. 20 Sekun­den vor der Schluss­si­re­ne gelang Robin Just noch das 4:1, zu diesem Zeitpunkt hatte der Eispi­ra­ten Torhü­ter einem sechs­ten Feldspie­ler Platz gemacht.