RAVENSBURG — Die Ravens­burg Towerstars mussten sich dem Vizemeis­ter der Swiss League EHC Olten mit 1:5 geschla­gen geben. Insbe­son­de­re im zweiten Spiel­ab­schnitt fehlte den Towerstars der Zugriff ins Spiel.

Beim vorletz­ten Testspiel der Vorbe­rei­tung hatten es die Towerstars mit einem anspruchs­vol­len Gegner zu tun. Der EHC Olten empfahl sich wie die Towerstars als Vizemeis­ter der vergan­ge­nen Saison und hatte Mitte August bei einem Vorbe­rei­tungs­tur­nier unter anderem die Schwen­nin­ger Wild Wings bezwun­gen. Nicht mit dabei waren auf Ravens­bur­ger Seite die beiden Stürmer Luigi Calce sowie Marvin Feigl, die am Wochen­en­de beim Koope­ra­ti­ons­part­ner Memmin­gen im Kader stehen. Wie im Vorfeld gemel­det fehlten auch Pawel Dronia und Tim Sezems­ky, als sechs­ter Vertei­di­ger kam dafür Simon Gnyp vom ERC Ingol­stadt zum Einsatz.

In den ersten Minuten eines insge­samt schnell vorge­tra­ge­nen Abschnitts hatten die Towerstars gleich einmal Gelegen­heit, ihr Power­play zu testen. Zu einer zwei Minuten Strafe der Gastge­ber nach knapp zwei Minuten kam kurz danach ein weite­rer Ausschluss hinzu. Die doppel­te Überzahl bescher­te aller­dings dem Gegner den ersten Treffer, nachdem es in der neutra­len Zone zu einem zu durch­sich­ti­gen Ravens­bur­ger Pass kam. Simon Seiler und Dominic Weder zogen auf und davon und ließen beim 2 gegen 0 Break dem Ravens­bur­ger Keeper Jonas Langmann keine Chance. Auch danach hatte der Swiss League Club deutlich mehr vom Spiel und ließ die Schei­be blitz­schnell durch die Angriffs­zo­ne laufen. Nach sieben­ein­halb Minuten spiegel­te sich dies prompt im Spiel­stand wider. Cedric Hächler sorgte mit einem verdeck­ten Schlen­zer aus der Halbdi­stanz für das 2:0.

Ab der zweiten Hälfte des ersten Spiel­drit­tels hatten sich die Towerstars aber ins Spiel hinein­ge­bis­sen. Der Spiel­auf­bau und die Pässe waren präzi­ser, auch liefen die Schei­ben schnel­ler in der Oltener Zone. Die Riesen­chan­ce auf den Anschluss­tref­fer verpass­te Louis Latta in der 14. Minute, als er auf rechter Seite durch­brach und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Die fälli­ge Überzahl brach­te zwar nichts ein, dafür folgten in der 18. Minute aber weite­re drama­ti­sche Szenen im Torraum der Oltener – das gab Hoffnung für den zweiten Spielabschnitt.

Die ersten Wechsel liefer­ten durch­aus einen offenen Schlag­ab­tausch, doch alsbald erhöh­ten die Hausher­ren das Tempo und in der 24. Minute schlug der Puck zum 3:0 im Ravens­bur­ger Tor ein. Nach einem Puckver­lust in der neutra­len Zone passte die Abstim­mung nicht und Stanis­lav Horan­sky veredel­te den schnel­len Konter eiskalt ins lange Eck. Der EHC Olten bestimm­te auch danach klar das Spiel und es war sicher­lich Jonas Langmann zu verdan­ken, dass zunächst weite­re Gegen­tref­fer ausblie­ben. Macht­los war er aller­dings 104 Sekun­den vor der zweiten Pause. Gegen die Towerstars war eine Straf­zeit angezeigt, das 6 gegen 5 Power­play nutzte erneut Dominic Weder konse­quent zum 4:0. Kurz zuvor hatte das Team von Coach Tim Kehler ein paar gute Szenen in der Angriffs­zo­ne, doch bei den entschei­den­den Pässen vor das Tor fehlte die Genauigkeit.

Trotz des klaren und vermeint­lich vorent­schie­den Spiel­stands kämpf­ten die Towerstars im Schluss­ab­schnitt vehement für den Anschluss­tref­fer. Und dieser fiel dann endlich nach rund acht Minuten. Wieder saß ein Spieler der Eidge­nos­sen auf der Straf­bank, diesmal war das Power­play dann erfolg­reich. Einen Pass an den rechten Pfosten von Josh MacDo­nald drück­te Nick Latte zum 4:1 über die Linie.

Schreck­mi­nu­te dann vier Minuten später. Florin Kette­rer bekam einen Schlag­schuss ab und musste das Spiel vorzei­tig beenden. Neben dem verletz­ten Vertei­di­ger fehlten danach zwei weite­re Kolle­gen aufgrund von Straf­zei­ten. Die doppel­te Unter­zahl konnten die Oberschwa­ben noch überste­hen, doch dann traf Benja­min Neukom aus halbrech­ter Positi­on zum 5:1 unter die Latte. Das Spiel war damit endgül­tig durch, danach brann­te nichts mehr an.