Die letzte Erhöhung für den Spiel­ein­satz hatte es im Mai 2013 gegeben. Damals wurde der Preis etwas mehr erhöht: von 75 Cent auf 1 Euro pro Feld. Und zur Einfüh­rung des Euros Anfang 2002 wurde von 1,50 Mark auf 75 Cent umgestellt.

Der künftig höhere Einsatz führt laut Mittei­lung nicht nur zu höheren Jackpots, sondern auch zu etwas höheren Gewin­nen in den unteren Rängen. Beispiels­wei­se gibt es nach Angaben eines Sprechers statt der festen Summe von 5 Euro in Klasse 9 (zwei Richti­ge und Super­zahl) nun exakt 6 Euro. Auch für vier Richti­ge, fünf Richti­ge und fünf Richti­ge mit Super­zahl gilt eine Steige­rung der theore­ti­schen Gewinn­quo­te um jeweils rund 20 Prozent. An den Gewinn­chan­cen verän­de­re sich nichts. Ebenso bleibe die Gewinn­aus­schüt­tung der Spiel­ein­sät­ze bei 50 Prozent.

Die nun in Kraft treten­den Änderun­gen sind schon seit Ende 2019 bekannt. Nun wurde auch neu geregelt, wann ein Lotto­jack­pot bei der Ziehung 6 aus 49 in jedem Fall ausge­schüt­tet wird. Künftig wird er unabhän­gig von der Laufzeit nach Errei­chen der 45-Millio­nen-Euro-Grenze ausge­schüt­tet. Bisher galt, dass der Jackpot bei der nächs­ten Ziehung geleert wird, wenn zuvor zwölf Mal in Folge kein Tipper sechs Richti­ge mit der passen­den Super­zahl hatte.

In Deutsch­land gibt es rund 21 500 Lotto-Verkaufs­stel­len. Ihre Inter­es­sen­ver­tre­tung ist der Bundes­ver­band der Lotto-Toto-Verkaufs­stel­len. Das geschäfts­füh­ren­de Vorstands­mit­glied, Günther Kraus, sagte, die Preis­an­pas­sung sei auch dem Wunsch einer großen Mehrheit der Lotto­spie­ler geschul­det. «Letzt­lich war die Forde­rung nach attrak­ti­ve­ren Jackpots und auch in den unteren Klassen höheren Gewinn­be­trä­gen gegeben.»