Blitz-Impeach­ment: Nach dem Sturm auf das Kapitol berei­te­ten die Demokra­ten inner­halb weniger Tage ein Amtsent­he­bungs­ver­fah­ren gegen Präsi­dent Trump vor. Nun kommt es zur ersten großen Abstim­mung. Eine andere Strate­gie zur Abset­zung Trumps führte ins Leere.

Nach den Krawal­len seiner Anhän­ger am Kapitol steuert der abgewähl­te US-Präsi­dent Donald Trump auf sein zweites Amtsent­he­bungs­ver­fah­ren zu. Im US-Reprä­sen­tan­ten­haus wird am späten Mittwoch­abend (MEZ) die Abstim­mung über die Eröff­nung eines solchen Impeach­ment-Verfah­rens erwartet.

Eine Mehrheit gilt als sicher. Auch einzel­ne Abgeord­ne­te der Republi­ka­ner kündig­ten an, dafür zu stimmen, ihren Partei­kol­le­gen aus dem Amt zu entfer­nen. Die Demokra­ten werfen Trump «Anstif­tung zum Aufruhr» vor.

Die Demokra­ten hatten paral­lel versucht, Trumps sofor­ti­ge Abset­zung über einen Zusatz­ar­ti­kel der Verfas­sung zu errei­chen. Artikel 25 der Verfas­sung erlaubt es, den Präsi­den­ten für unfähig zu erklä­ren, «die Rechte und Pflich­ten des Amtes auszu­üben». US-Vizeprä­si­dent Mike Pence, der dies gemein­sam mit Mitglie­dern des Kabinetts hätte ansto­ßen müssen, lehnte einen solchen Schritt am Diens­tag­abend (Ortszeit) aber offizi­ell ab. Pence erklär­te, ein solches Vorge­hen sei weder im Inter­es­se der Nation noch im Einklang mit der Verfas­sung und würde einen «schreck­li­chen Präze­de