Vor Bau- und Super­märk­ten, auf Plätzen und Höfen oder direkt in der Planta­ge: Der Verkauf von Weihnachts­bäu­men hat überall in Deutsch­land begon­nen. Corona macht das Geschäft schwie­ri­ger, aber der Verband der Weihnachts­baum­er­zeu­ger ist optimistisch.

Kundin­nen und Kunden müssen aller­dings etwas tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr: Für einen Meter Nordmann­tan­ne in bester Quali­tät werden zwischen 20 und 27 Euro verlangt, Blautan­nen kosten zwischen 12 und 16 Euro je Meter und Fichten gibt es je Meter für 9 bis 12 Euro. In den meisten Wohnzim­mern glänzen an Heilig­abend festlich geschmück­te Nordmann­tan­nen, ihr Markt­an­teil beträgt 75 bis 80 Prozent. Kunden schät­zen den Baum wegen seiner weichen und fest sitzen­den Nadeln.

Bei den Weihnachts­baum­er­zeu­gern seien wegen der Corona-Verun­si­che­rung den Angaben nach viele Bestel­lun­gen in diesem Jahr später als üblich einge­gan­gen. «Das macht die Ernte unheim­lich schwer», sagte Rometsch. Auch die Betrei­ber von Verkaufs­stän­den hätten in diesem Jahr einen deutlich höheren Aufwand. Es gebe klare Hygie­nekon­zep­te und es werde mehr Perso­nal einge­setzt, sagte der Geschäftsführer.

Nach Angaben der Schutz­ge­mein­schaft Deutscher Wald verstärkt sich der Trend zur Regio­na­li­tät. Etwa 30 Prozent der Weihnachts­bäu­me werden direkt bei den landwirt­schaft­li­chen Betrie­ben gekauft, weite­re 30 Prozent im Straßen­han­del. Auch der Online-Verkauf nimmt zu. Nach einer Umfra­ge des Digital­ver­ban­des Bitkom gaben 11 Prozent der Befrag­ten an, ihren Baum im Inter­net bestel­len zu wollen. 10 bis 12 Prozent der Weihnachts­bäu­me würden im Topf gekauft.

90 Prozent der Weihnachts­bäu­me kommen aus Deutsch­land, der Rest überwie­gend aus Dänemark. Das größte Anbau­ge­biet ist das Sauer­land in Nordrhein-Westfa­len. Auch in Nieder­sach­sen und Schles­wig-Holstein gibt es größe­re Flächen. Aus den drei Bundes­län­dern stammen rund zwei Drittel der in Deutsch­land gewach­se­nen Weihnachtsbäume.