Baden-Württem­bergs Verfas­sungs­schutz­prä­si­den­tin Beate Bube hat vor einer Verbrei­tung von Corona-Verschwö­rungs­my­then in der Mitte der Gesell­schaft gewarnt. «Bei ganz norma­len Bürgern stößt man auf ein tief sitzen­des Misstrau­en gegen die staat­li­chen Insti­tu­tio­nen», sagte Bube dem «Spiegel». «Bei manchen wird daraus gerade­zu eine Feind­schaft gegen das System als Ganzes.» Die LfV-Präsi­den­tin fragte sich dem Magazin zufol­ge, ob deshalb nicht «eine Art Ausstei­ger­pro­gramm für Verschwö­rungs­an­hän­ger» nötig sei.

Das Landes­amt für Verfas­sungs­schutz (LfV) in Baden-Württem­berg beobach­tet als erstes in Deutsch­land die in Stutt­gart entstan­de­ne «Querdenken»-Bewegung. «Man darf die staat­li­chen Maßnah­men gegen Corona funda­men­tal kriti­sie­ren und andere Rezep­te für die besse­ren halten», sagte Bube. «Aber wer gezielt Falsch­be­haup­tun­gen aufstellt, um die Bürger gegen den Staat aufzu­wie­geln, unter­höhlt die Demokratie.»