STUTTGART (dpa) — Es ist ein Schrei nach Hilfe: Eine neue Studie belegt, wie drama­tisch der Fachkräf­te­man­gel in baden-württem­ber­gi­schen Kitas ist. Viele können nicht mehr so auf die Kinder aufpas­sen, wie es sein soll.

An vielen Kitas im Land sind die Perso­nal­nö­te mittler­wei­le so gravie­rend, dass Erzie­her die Kinder nicht mehr so beauf­sich­ti­gen können wie vorge­schrie­ben. Das ist das Ergeb­nis einer Befra­gung von Kitalei­tern, die der Verband Bildung und Erzie­hung (VBE) bundes­weit durch­ge­führt hat. Der Landes­ver­band will die Ergeb­nis­se für Baden-Württem­berg am Montag präsen­tie­ren. Demnach ist bei einem Drittel aller Kitas an mindes­tens vier von zehn Arbeits­ta­gen nicht einmal mehr eine Minimal­be­set­zung vorhan­den, die gemäß den Vorga­ben notwen­dig ist, um der Aufsichts­pflicht nachzu­kom­men, wie die Deutsche Presse-Agentur vorab erfuhr.

Im U‑3-Bereich liegt den Ergeb­nis­sen zufol­ge bei vier von zehn Kitas die tatsäch­li­che Relati­on von Fachkraft zu Kindern bei 1:5 und schlech­ter und weicht damit deutlich von der wissen­schaft­li­chen Empfeh­lung ab, die bei 1:3 liegt. Der U‑3-Bereich umfasst die Betreu­ung von