Die Herbst­fe­ri­en stehen vor der Tür und damit die Angst, dass die Corona-Infek­ti­ons­zah­len noch stärker steigen. In einigen Regio­nen könnten sie außer Kontrol­le geraten, meint Minis­ter­prä­si­dent Söder.

Zudem sollen priva­te Feiern, von denen sich einige zuletzt als Hotspots erwie­sen hatten, einge­schränkt werden, wenn die Infek­ti­ons­zah­len in bestimm­ten Regio­nen dies nötig machen. Gesund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) sagte im ZDF-«heute-journal», beim Gesel­lig­sein, in der Gastro­no­mie sowie beim Reisen und in der Freizeit gebe es momen­tan das größte Anste­ckungs­ri­si­ko. «Das Virus ist ja hier der Spiel­ver­der­ber, nicht ich oder wir in der Politik.»

Spahn sagte nach einer Schalt­kon­fe­renz der Kanzle­rin mit den Länder­re­gie­rungs­chefs, eine Diffe­ren­zie­rung staat­li­cher Beschrän­kun­gen nach Regio­nen und nach der konkre­ten Infek­ti­ons­la­ge vor Ort sei weiter sinnvoll, sonst gehe die Akzep­tanz der Bevöl­ke­rung verlo­ren. Er rief die Bürger dazu auf, ihr Verhal­ten zu prüfen. Jeder könne sich etwa überle­gen, ob jetzt, mitten in der Pande­mie, die Zeit für eine größe­re Famili­en­fei­er sei. Freiheit heiße nicht, dass jeder machen könne, was er will. Jeder trage Verant­wor­tung für die Menschen um ihn herum. «Mit staat­li­chem Zwang allei­ne wird es nicht gehen.»

Söder beton­te, man wolle keinen zweiten Lockdown. In einigen Regio­nen könnten aber die Infek­ti­ons­zah­len außer Kontrol­le geraten, wenn nicht gehan­delt werde. Priori­tät hätten Arbeits­plät­ze, Schulen und Kitas. Eine Milli­on Tote weltweit im Zusam­men­hang mit dem Corona­vi­rus «kann doch keiner ignorie­ren», sagte Söder weiter. «Um uns herum explo­die­ren die Zahlen.»

Merkel erläu­ter­te, Deutsch­land sei gut durch den Sommer gekom­men, nun stehe mit dem Herbst und Winter aber eine «schwie­ri­ge­re Zeit» bevor. Man könne sich dem aber entge­gen­stel­len mit den richti­gen Maßnah­men. Diese könnten nur durch­ge­setzt werden, wenn es die Bereit­schaft der Bürger gebe, die Regeln zu befol­gen, damit sich die Seuche nicht weiter ausbrei­te. Vorrang habe, die Wirtschaft so weit es gehe am Laufen zu halten und dass Kinder in Schulen und Kitas gehen könnten, sagte auch sie.

Lehrer sollten nach Auffas­sung von Bundes­bil­dungs­mi­nis­te­rin Anja Karli­c­zek mit als Erste gegen das Corona­vi­rus geimpft werden, wenn es den Impfstoff gibt. Die sei aufgrund der Vielzahl an Kontak­ten in der Schule geboten, insbe­son­de­re, wenn sie zu einer Risiko­grup­pe gehören, sagte die CDU-Politi­ke­rin dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land. Auch würde eine bevor­zug­te Impfung für Lehrer helfen, den für die Gesell­schaft so wichti­gen Schul­be­trieb aufrecht zu erhalten.

Der Präsi­dent des Deutschen Lehrer­ver­ban­des, Heinz-Peter Meidin­ger, forder­te eine bundes­ein­heit­li­che Corona-Ampel für Schulen. Er sagte der «Rheini­schen Post»: «Von einer in allen Bundes­län­dern gelten­den Corona-Schul­am­pel, die klar regelt, ab welchem Infek­ti­ons­ge­sche­hen welche Maßnah­men zum Gesund­heits­schutz an Bildungs­ein­rich­tun­gen ergrif­fen werden müssen, sind wir auch nach einem solchen Beschluss weiter­hin meilen­weit entfernt.»

Bundes­ärz­te­kam­mer­prä­si­dent Klaus Reinhardt erklär­te, die natio­na­le Strate­gie von Bund und Ländern «gibt den Mensc