Grund zu Beunru­hi­gung: Im Winter sind gleich mehre­re neue Wärmere­kor­de aufge­stellt worden. So zeigen sich immer gravie­ren­de­re Folgen des Klimawandels.

OFFENBACH (dpa) — Auch in den Winter­mo­na­ten zeigt sich der Klima­wan­del: Erstmals in der Geschich­te der Wetter­auf­zeich­nun­gen wurden nach Angaben des Deutschen Wetter­diens­tes (DWD) an Messsta­tio­nen in Winter­mo­na­ten an sechs hinter­ein­an­der folgen­den Tagen Tempe­ra­tu­ren von 20 Grad und mehr gemessen.

«Es gab schon mehrmals drei Tage hinter­ein­an­der, zuletzt im Jahr 2019», sagte ein DWD-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. «Nun hat sich das auf Anhieb verdop­pelt — da zeigt sich ganz deutlich die Klima-Erwärmung.»

Hinzu kämen zahlrei­che regio­na­le und Bundes­län­der-Wärmere­kor­de. So wurde am Donners­tag­nach­mit­tag nach vorläu­fi­gen Ergeb­nis­sen in Holsbach in Baden-Württem­berg ein Wert von 21,8 Grad gemes­sen — die höchs­te bisher in diesem Winter gemes­se­ne Temperatur.

Dass es sechs Tage hinter­ein­an­der 20 Grad warm gewor­den sei, lasse sich am ehesten mit der histo­ri­schen Hitze­pha­se im Sommer 2018 verglei­chen, als an mehre­ren Messsta­tio­nen an drei Tagen hinter­ein­an­der 40 Grad und mehr gemes­sen wurden, sagte der DWD-Sprecher. «Für viele Menschen sind die milden Tempe­ra­tu­ren jetzt sehr angenehm — für Meteo­ro­lo­gen sind sie jetzt im Winter sehr beunruhigend.»