WANGEN — Die Vorbe­rei­tun­gen zur Bundes­tags­wahl am Sonntag, 26. Septem­ber 2021, laufen auf allen Ebenen – auch im Haupt­amt. Die Wahlbe­nach­rich­ti­gun­gen gehen in diesen Tagen an die Bürge­rin­nen und Bürger. 

Für den Fachbe­reichs­lei­ter der Haupt­ver­wal­tung Julian Schmid­ber­ger ist es die erste Wahl, die er allein­ver­ant­wort­lich organi­siert. Denn erst im Mai übernahm er das Aufga­ben­ge­biet vom jahrzehn­te­lan­gen Amtslei­ter Hermann Weinschenk. 

Warum die Wahlbe­nach­rich­ti­gun­gen nicht in allen Kommu­nen gleich­zei­tig verschickt werden, kann Schmid­ber­ger ganz einfach erklä­ren. „Es gibt Städte und Gemein­den, die das in eigener Regie machen, und es gibt Städte, die das über das zentra­le Rechen­zen­trum in Ulm erledi­gen lassen. Wangen gehört zu den Letzte­ren“, sagt er. Das bedeu­tet: Weil es nach dem Alpha­bet geht, kommen die Bürge­rin­nen und Bürger der Großen Kreis­stadt nicht mit den Ersten dran. Mit der Wahlbe­nach­rich­ti­gung können die Brief­wahl­un­ter­la­gen in Papier­form beantragt werden. Wer sie ausfüllt, muss an Eides statt erklä­ren, dass er selber gewählt hat und dies auch mit dem Datum und seiner Unter­schrift bestä­ti­gen. „Das wird leider oft verges­sen und dann ist die Wahl ungül­tig“, sagt Schmidberger. 

Wer seine Brief­wahl online beantra­gen möchte, kann das auch tun. Auf der Homepage der Stadt Wangen ist ein Link freige­schal­tet, über den die Brief­wahl­un­ter­la­gen angefor­dert werden können. Benötigt werden dafür die Wahlbe­zirks­num­mer und eine indivi­du­el­le Wähler­num­mer. Beides kann der Wahlbe­nach­rich­ti­gung entnom­men werden. Zusätz­lich werden noch persön­li­che Angaben wie Vorna­me, Name und Adres­se benötigt. Alter­na­tiv kann der QR-Code auf der Benach­rich­ti­gung einge­scannt werden. Dann reichen die persön­li­chen Angaben aus. 

Das Haupt­amt rechnet mit einer hohen Anzahl von Brief­wahl­an­trä­gen. Weil im Frühjahr wegen der Pande­mie zur Landtags­wahl viele nicht ins Wahllo­kal gehen wollten, habe damals schon die Zahl der Brief­wäh­ler stark zugenom­men. „Bei der Landtags­wahl 2021 waren es rund 8900 Anträ­ge, jetzt werden es sicher mehr als 10 000, weil die Wahlbe­tei­li­gung norma­ler­wei­se bei den Bundes­tags­wah­len höher liegt“, sagt Schmid­ber­ger. Deshalb stockt das Haupt­amt auch die Brief­wahl­be­zir­ke für die Auszäh­lung um einen weite­ren auf elf auf. In Deuchel­ried wurden zwei regulä­re Wahlbe­zir­ke zu einem zusam­men­ge­fasst, somit verrin­gert sich deren Gesamt­an­zahl auf 17. Die Stimm­zet­tel die per Brief­wahl einge­gan­gen sind, werden im Kornhaus und im Rupert-Neß-Gymna­si­um (RNG) ausgezählt.

Die Wahllo­ka­le, an denen an der Urne gewählt werden kann, sind diesel­ben wie bei der Landtags­wahl. Es hat sich b