SCHOPFHEIM (dpa/lsw) — Angeb­lich wegen Aussa­gen zu Corona im Unter­richt sind einem Medien­be­richt zufol­ge zwei Lehrer der Waldorf­schu­le Schopf­heim frist­los entlas­sen worden. Geschäfts­füh­re­rin Verena Egin-Erdem bestä­tig­te am Mittwoch nur die Entlas­sung, äußer­te sich aber unter Hinweis auf noch schwe­ben­de Verfah­ren nicht zu den Gründen. Zuvor hatte die «Badische Zeitung» berich­tet und sich auf Briefe der Schul­lei­tung an die Eltern der Waldorf­schü­ler berufen.

Die Schule im Kreis Lörrach war Ende vergan­ge­nen Jahres wegen einer hohen Zahl von ungül­ti­gen Attes­ten zur Befrei­ung von der Masken­pflicht aufge­fal­len. Laut Regie­rungs­prä­si­di­um Freiburg hatten 19 von 21 Attes­ten, mit denen Schopf­hei­mer Waldorf­schü­ler von der Masken­pflicht befreit worden waren, nicht den gesetz­li­chen Vorga­ben entspro­chen. Mittler­wei­le würden wieder neun Attes­te vorliegen.

Zuvor hatte bereits die Waldorf­schu­le Rastatt wegen einer auffäl­li­gen Häufung von Attes­ten zur Masken­be­frei­ung Aufmerk­sam­keit erregt. Der SPD-Landtags­ab­ge­ord­ne­te Jonas Weber hatte sich deshalb vor Weihnach­ten an Kultus­mi­nis­te­rin There­sa Schop­per (Grüne) gewandt. In ihrer Antwort vom 18. Januar heißt es, das Regie­rungs­prä­si­di­um Karls­ru­he habe der Waldorf­schu­le Rastatt konkre­te Überprü­fungs­kri­te­ri­en an die Hand gegeben und darauf hinge­wie­sen, «dass Attes­te im Zweifel nicht arglos zu akzep­tie­ren sind». Die Landes­ar­beits­ge­mein­schaft der Freien Waldorf­schu­len habe dem Minis­te­ri­um zugesagt, Mitglie­der erneut für das Thema zu sensibilisieren.

In die Schlag­zei­len geraten war Ende Oktober auch die Freie Waldorf­schu­le in Freiburgs Stadt­teil St. Georgen. Nach Zirkus­auf­füh­run­gen war es dort zu einem Corona-Ausbruch gekom­men. Nach Infor­ma­tio­nen der «Badischen Zeitung» trugen Schüler auf der Bühne und einige Zuschau­er keine Maske. Der Schule zufol­ge hatten einige Zuschau­er ein gesund­heit­li­ches Attest.