Sigma­rin­gen — Bis Ende Juli sicht­ba­re Flamme an vier Stunden pro Tag.

Für die anste­hen­den Wartungs- und Instand­hal­tungs­ar­bei­ten am Puffer­spei­cher der Gasüber­ga­be­sta­ti­on im Gaswerk Hanfer­tal brennen die Stadt­wer­ke Sigma­rin­gen seit 14. Juli das sich noch in den Tanks befind­li­che Erdgas ab. Dies ist erfor­der­lich, um die bevor­ste­hen­de Zustands- und Druck­prü­fung durch­füh­ren zu können, bei der ein Sachver­stän­di­ger die Tanks von innen in Augen­schein nehmen muss.

„Aufmerk­sa­men Passan­ten ist die rund ein Meter hohe Flamme bereits aufge­fal­len. Wir dürfen das Erdgas nicht einfach ablas­sen, sondern brennen es kontrol­liert ab – so wie es vorge­schrie­ben ist. Da dies unter Aufsicht erfol­gen muss, brennt die Flamme nur an vier Stunden am Tag. Ende Juli sind die Tanks dann alle leer, sodass wir mit der Überprü­fung von innen begin­nen können. Dieser sicher­heits­re­le­van­te Check findet alle zehn Jahre statt“, erklärt Antonio Madeo, Betriebs­meis­ter Netz Gas/Wasser/Wärme.

Die Puffer­spei­cher sind Bestand­teil der Gasüber­ga­be­sta­ti­on im Hanfer­tal. Dort wird das Erdgas aus unter­ir­disch verlau­fen­den Leitun­gen vom Vorlie­fe­ran­ten übernom­men. Zunächst wird der Druck gemin­dert. Danach wird das Erdgas vorge­wärmt, gefil­tert und odoriert. Letzte­res ist wichtig, denn reines Erdgas besteht aus Methan, das völlig geruchs­los ist. Durch die Odorie­rung kann ein unbeab­sich­tig­ter Gasaus­tritt aufgrund des typischen Geruchs frühzei­tig erkannt werden.