Covid-19 verläuft bei Männern öfter tödlich als bei Frauen. Wie das Ärzte­blatt schreibt, zeigen Männer vor allem im Alter bei einer Infek­ti­on mit SARS-CoV‑2 eine schwä­che­re zellu­lä­re Antwort, die Neigung zu einem Zytok­in­sturm scheint nach einer Studie in Nature jedoch erhöht. Diese beiden Fakto­ren könnten für den schwe­re­ren Verlauf bei Männern im Vergleich zu Frauen verant­wort­lich sein. Weltweit treten laut Ärzte­blatt 60 % der Todes­fäl­le an COVID-19 bei Männern auf. In einer engli­schen Kohor­ten­stu­die war das Sterbe­ri­si­ko von Männern um 59 % erhöht.

Die Anfäl­lig­keit für Infek­tio­nen sei beim männli­chen Geschlecht generell höher. Männer erkrank­ten auch häufi­ger an Tuber­ku­lo­se oder Hepati­tis A. Auch sei die Virus­last im Fall der Infek­ti­on höher. Frauen würden dagegen besser auf Impfun­gen anspre­chen. Medizi­ner führten diesen Vorteil darauf zurück, dass das Immun­sys­tem von Frauen im Fall einer Schwan­ger­schaft auch das Ungebo­re­ne schüt­zen muss.