Jesu’ Geburt ist eines der höchs­ten Feste für Chris­ten. Mit großen Gottes­diens­ten feiern sie Weihnach­ten — zu denen lassen sich auch Menschen in der Kirche blicken, die dort sonst das ganze Jahr nicht auftau­chen. Doch dieses mal wird vieles anders sein.

Die Corona-Krise wird die Feier­lich­kei­ten zu Weihnach­ten auf nie gekann­te Art verän­dern. Für Gottes­diens­te gelten stren­ge Aufla­gen bei Teilneh­mer­zahl, Abstand und Hygie­ne. Singen ist verbo­ten, anmel­den hinge­gen Pflicht. Mit einer höheren Zahl an Gottes­diens­ten wollen die Gemein­den möglichst vielen Besuchern ermög­li­chen, dabei zu sein. Liegt die Zahl Neuin­fi­zier­ter je 100 000 Einwoh­ner inner­halb einer Woche aber über der 300er-Marke, fallen Präsenz­got­tes­diens­te mit Besuchern in den Kirchen im Südwes­ten aus. Manche Predigt der Bischö­fe wird es nur in digita­ler Form geben.

Der evange­li­sche Landes­bi­schof für Baden, Jochen Corne­li­us-Bundschuh, zum Beispiel will zu Heilig­abend eine Video-Weihnachts­an­dacht veröf­fent­li­chen. In der Predigt versetzt er sich den Angaben zufol­ge in die Hirten hinein. Das Ganze komme passend aus einem Stall mit Krippen­fi­gu­ren und tieri­scher Unter­stüt­zung von Schafen und Ziegen, wie es hieß. Erst am ersten Weihnachts­fei­er­tag sind dann zwei kurze Gottes­diens­te in der Stadt­kir­che Karls­ru­he geplant.

Die katho­li­sche Diöze­se Rotten­burg-Stutt­gart kündig­te an, Bischof Gebhard Fürst werde an Heilig­abend erstmals ganz privat in seinem Wohnzim­mer aus vor Christ­baum und Krippe die Weihnachts­ge­schich­te vorle­sen. Eine Aufzeich­nung davon werde auf die Homepage gestellt. Später dann um 22.00 Uhr ist eine Christ­met­te mit ihm geplant, am Vormit­tag des 25. Dezem­bers dann das Hochamt zu Weihnachten.

Sein badischer Amtsbru­der, Erzbi­schof Stefan Burger, will an Hei