BERLIN/STUTTGART (dpa) — Nicht an langen Sommer­aben­den, sondern in der tristen Jahres­zeit findet die Fußball-Weltmeis­ter­schaft in Katar statt — und noch dazu in der Energie­kri­se und während der Infla­ti­on. Das sonst so gute WM-Geschäft für die Wirtschaft könnte sich dieses Mal zerschlagen.

Mit dem Fanschal um den Hals und gemein­sam mit Freun­den oder Verwand­ten vor einem großen Bildschirm im Biergar­ten bei Spielen einer Fußball-Weltmeis­ter­schaft mitfie­bern. Spätes­tens seit dem Sommer­mär­chen 2006 sind die Übertra­gun­gen von großen Turnie­ren vieler­orts ein Fußball­fest in Deutsch­land — zumin­dest bislang. Denn die am 20. Novem­ber in Katar begin­nen­de WM verspricht hierzu­lan­de eher eine trost­lo­se Veran­stal­tung zu werden statt ein eupho­ri­sches Fußball­fest. Der umstrit­te­ne Austra­gungs­ort, das Schmud­del­wet­ter in Deutsch­land, die Energie­kri­se und die Infla­ti­on trüben die Aussich­ten — auch für die hiesi­ge Wirtschaft.

«Sicher­lich wäre es für den Einzel­han­del einfa­cher gewesen, wenn das Turnier in bewähr­ter Manier zum Sommer­ter­min durch­ge­führt worden wäre. Und sicher ist die Situa­ti­on mit dem Austra­gungs­ort Katar eine beson­de­re», sagte ein Sprecher des Handels­ve