Es gibt immer mehr Zwillin­ge. In den letzten Jahrzehn­ten ist die Zahl der Zwillings­ge­bur­ten weltweit um ein Drittel gestie­gen. Gründe dafür gibt es mehrere.

LONDON (dpa) — Weltweit werden einer Studie zufol­ge mehr Zwillin­ge geboren als je zuvor. Zwischen der ersten Hälfte der 1980er Jahre und dem Beginn der 2010er Jahre sei die Zahl der Zwillings­ge­bur­ten um ein Drittel gestie­gen, von gut 9 auf 12 je 1000 Geburten.

Gründe für die deutli­che Zunah­me seien eine stärke­re Verbrei­tung von künst­li­cher Befruch­tung mit einer deutlich größe­ren Wahrschein­lich­keit von Mehrlings­ge­bur­ten sowie ein höheres Alter vieler Mütter und der höhere Einsatz von Verhü­tungs­mit­teln. Das berich­ten ein inter­na­tio­na­les Forscher-Trio um den Sozio­lo­gen Chris­tia­an Monden von der Univer­si­tät Oxford in der Fachzeit­schrift «Human Reproduction».

Ältere Frauen gebären häufi­ger Zwillin­ge, weil bei ihnen pro Zyklus mehr Eizel­len heran­rei­fen als bei jünge­ren. Das liegt daran, dass ältere Frauen mehr Folli­kel-stimu­lie­ren­des Hormon (FSH) produ­zie­ren, das die Reifung der Eizel­le auslöst.

In fast allen Ländern, mit Ausnah­me Südame­ri­kas, sei die Zahl der Zwill